Lokalsport

Handball-Badenliga TSG-Eintracht-Coach Eichhorn zieht Bilanz

Besser als erwartet

Archivartikel

Die Handball-Badenliga ist ein hartes Pflaster. Nur zu gut weiß das die TSG Eintracht Plankstadt, die schmerzlich miterleben musste, wie schnell eine Mannschaft in einen Abwärtsstrudel gelangen kann. Zur Spielzeit 2018/2019 war die Mannschaft von Niels Eichhorn aber wieder zurück. Der Aufstiegskader aus der Vorsaison wurde nicht verändert und so war das Ziel des Übungsleiters klar: Er wollte zunächst einmal die nötigen Punkte sammeln, um den Ligaverbleib so schnell wie möglich klarzumachen. Die Saison entwickelte sich aber besser als erwartet.

Die TSG Eintracht bewies von Beginn an Kämpferqualitäten: Nach einem 14:21-Rückstand im ersten Saisonspiel bei der SG Stutensee-Weingarten gewann Plankstadt noch mit 33:30. Direkt danach folgte ein knapper 23:22-Derbysieg beim TV Friedrichsfeld. „Das waren Schlüsselmomente für den weiteren Verlauf“, weiß Eichhorn und erklärt weiter: „Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und nie aufgegeben.“ Es folgten weitere knappe Siege in den Nachbarschaftsduellen gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen II (26:25/35:33) und den Absteiger HSV Hockenheim (30:29). „Wenn man die Spiele verliert, dann ist man ganz schnell in einer anderen Tabellenregion“, erklärt Eichhorn, der aber überrascht war, „dass wir so früh die Klasse halten konnten. Ich habe es in der Endabrechnung enger erwartet“.

Nun ist das zweite Jahr für einen Aufsteiger im Normalfall immer ein bisschen schwieriger, denn die Gegner unterschätzen den Vierten der abgelaufenen Saison wahrscheinlich nicht mehr. Zumal auch ersichtlich ist, in welchem Mannschaftsteil der Club verwundbar ist: in der Defensive. Denn unter den besten acht Mannschaften kassierte kein Team mehr Gegentreffer als die Eichhorn-Truppe. „Im Idealfall stellen wir die beste Abwehr und den besten Angriff“, formuliert Eichhorn seinen Wunsch, „wir haben aber dafür auch viele Tore erzielt und das geht manchmal zu Lasten der Defensive.“ Dementsprechend wird der Coach in der Sommerpause genau da ansetzen.

Kemptner beendet Karriere

In personeller Hinsicht gibt es drei Abgänge zu vermelden: Björn Koffeman wechselt nach Wieblingen, André Treiber verlässt die TSG Eintracht aufgrund seines Referendariats in Richtung Muggensturm und Timm Kemptner beendet seine Karriere. Dafür heuern Rául Lazaro Garcia (SG Heddesheim), Marvin Roche (HSG Mannheim) und Marcus Dorschner (TV Edingen) in Plankstadt an. Mit Lazaro Garcia und Roche begrüßt Eichhorn gleich zwei neue Schlussmänner in seinen Reihen. Da auch noch Benjamin Bodenseh weiterhin im Aufgebot steht, hat der Trainer die Qual der Wahl: „Das ist mir lieber, denn in der Vergangenheit hatten wir da auch schon mal Probleme, weil damals gleich zwei Torhüter ausgefallen sind und wir vier Wochen keinen Ersatz hatten.“ Ob die Kaderplanung damit beendet ist, ist noch nicht entschieden. „Ich habe zwar keine Wünsche mehr, aber es kann schon sein, dass noch ein Spieler zu uns stößt. Ausschließen möchte ich da noch nichts“, sagt Eichhorn.

In der neuen Saison geht es für Plankstadt wieder darum, die Punkte für den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu holen. Angesichts der Tatsache, dass der Club mit zwei Minuspunkten wegen der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls in die Runde startet, wird die Mission nicht einfach werden. In der Mehrzweckhalle darf sich die Mannschaft aber auf ihr Publikum verlassen. „Die Zuschauer stehen immer hinter der Truppe und peitschen sie an. In der vergangenen Saison haben die Fans ihr Kommen nicht bereut und ich hoffe, dass wir das Vertrauen auch in der kommenden Runde zurückzahlen können“, erklärt Eichhorn.

Mit Glück, Nervenstärke und der vorhandenen Unterstützung will die TSG Eintracht Plankstadt auch in der kommenden Saison in der rauen Badenliga bestehen. mjw

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