Lokalsport

Handball Jugend-Bundesliga Niederlage beim TV Großwallstadt

Bis zur 48. Minute ist die HG-Welt in bester Ordnung

Archivartikel

Lange Zeit sah es so aus, als ob die HG Oftersheim/Schwetzingen konkurrenzfähig sei. Doch dann musste sie beim TV Großwallstadt mit 24:32 (8:10) die nächste deutliche Niederlage in der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) hinnehmen. „Wir haben uns einfach nicht für die gute Vorstellung bis zur 48. Minute belohnt und das ist das, was mich richtig stört. Denn das hätte die Mannschaft verdient gehabt“, urteilt Cheftrainer Daniel Müller.

Co-Trainer Julian Zipf war „mit der gezeigten Leistung über 48 Minuten wirklich zufrieden. Wir haben dem selbst ernannten Titelkandidaten einen harten Kampf geboten und alles in die Waagschale geworfen. Das war die Mannschaft aus den Qualifikationsspielen um den Einzug in die JBLH. Einstellung, Kampf, leidenschaftliche Abwehrarbeit – auf all das können wir heute wirklich stolz sein. Allerdings müssen wir uns ankreiden, zu viele gute Torgelegenheiten ausgelassen zu haben.“

Denn durchaus ansehnlich verlief über weite Strecken der erste Durchgang. Der Gast agierte mit seinen Aktionen beim Favoriten auf Augenhöhe, Fehler blieben Mangelware und Belohnung war die zwischenzeitliche Führung (3:4/10.). Besonders Bastian Schleidweiler war hier mit seinen zunächst drei Treffern maßgeblich beteiligt sowie Spielmacher Julian Hörner, der nach 15 Minuten allerdings mit einer Platzwunde am Kopf raus musste und erst zur zweiten Hälfte wieder eingesetzt wurde.

Wurfquote unter 50 Prozent

Auch die Deckung fand Wohlgefallen. Ärgerlich, dass in der Folge mehrere Überzahlzeiten vor und nach der Pause nicht genutzt und ein Siebenmeter verworfen wurde. Doch die Kurpfälzer blieben eisern dran und glichen mehrmals aus (11:11, 13:13), waren auch beim 18:16 zwölfeinhalb Minuten vor dem Abpfiff noch in Schlagdistanz. „Wir haben uns im Angriff auch klare Chancen herausgespielt, um einiges besser als gegen Hanau – und leider wieder viele 100-prozentige Möglichkeiten nicht genutzt“, klagte Müller. Er hatte bis zur Pause eine Wurfquote von unter 50 Prozent errechnet.

Doch dann ging es den Bach runter. Der TVG zog in weniger als zwei Minuten auf 21:16 davon. Mit einer Auszeit wollte das HG-Trainertrio gegensteuern. Zwar verkürzte Rekonvaleszent Jan Zecevic (Müller: „Ein gutes Comeback“) und auch Schleidweiler setzte noch einen Treffer in Unterzahl, aber die Franken hatten nun das Geschehen im Griff und erhöhten ständig (26:18/53.). „Wir haben in der Schlussphase alles probiert, zwei Kreisläufer, den siebten Feldspieler eingesetzt, was phasenweise auch gefruchtet hat“, beschrieb Müller die Geschehnisse der Crunchtime. „Leider waren wir dann zu hektisch und haben zu schnell Bälle verloren und dadurch einige Tempogegenstöße bekommen. Somit waren die acht Tore Differenz am Ende eigentlich zu hoch.“

Denn Müller führt weiter aus: „Wir haben über 48 Minuten ein richtiges gutes Spiel gemacht. Im Angriff haben wir einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und uns klare Chancen herausgespielt. Allerdings fehlt nun noch die Sicherheit im Wurf. Abgesehen von den letzten zehn Minuten war das unser bestes Spiel. Der Trend geht weiter nach oben und wir müssen einfach weiter so akribisch an unseren Schwächen arbeiten. Dann bin ich sehr optimistisch für die nächsten Spiele.“

HG: Steinbach; J. Hörner (5), Zacharias (1), Hideg (1), Zecevic (3), Schiller (2), Schleidweiler (7), Beck (1), Zemella (1), Brand (1), Kruse, B. Hörner (1), Redmann. mj

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