Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SV Sandhausen will Niederlage gegen Magdeburg abhaken / Blick nach vorn auf das Auswärtsspiel gegen St. Pauli

Blackout schnell vergessen

Archivartikel

„Schnell aufgearbeitet“ war die 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg am vergangenen Sonntag, sagte Trainer Kenan Kocak auf der Pressekonferenz vor dem Fußball-Zweitliga-Spiel seines SV Sandhausen am Sonntag, 7. Oktober, beim Tabellensechsten FC St. Pauli. Anpfiff im Millerntor-Stadion ist um 13.30 Uhr.

Es sei eine durchweg indiskutable Leistung gegen den Aufsteiger gewesen und somit gab es auch nicht viel aufzuarbeiten und zu analysieren, so der Coach weiter. „Wir wollen diesen Tag so schnell wie möglich vergessen. Es war ein Blackout zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt“, ergänzte der 37-Jährige. Er verlange von seiner Mannschaft am Sonntag eine Trotz-Reaktion. „Jeder von uns weiß, dass wir gegen Magdeburg nicht einmal annähernd an unser Leistungsmaximum gekommen sind. Weder defensiv, noch offensiv“, ergänzte Innenverteidiger Markus Karl. „Wir können es nur besser machen.“

Paqarada wieder fit

Wieder planen kann Kocak mit Linksverteidiger Leart Paqarada, der nach überstandener Knieverletzung wieder voll mittrainiert. Anders sieht es bei Philipp Förster und Rúrik Gíslason aus. „Philipp laboriert derzeit an einer Schambeinentzündung“, erklärte Kocak. „Wir müssen abwarten, wie bis Sonntag der Heilungsprozess verläuft.“ Ebenfalls fraglich ist der Einsatz des isländischen WM-Fahrers, der muskuläre Probleme zu beklagen hat. Ansonsten seien bis auf die Langzeitverletzten Ken Gipson (Bänderriss in der Schulter) und Marcel Schuhen (Riss des Syndesmosebandes im linken Fuß) sowie Nejmeddin Daghfous (Reha nach Kreuzbandriss) und Tim Knipping (Reha nach Unterschenkelbruch) alle Mann an Bord. Dennoch seien personelle Änderungen nicht ausgeschlossen, so der Coach: „Bei einem Kader von 30 Spielern und in erster Linie Menschen, ist es Woche für Woche so, dass es Enttäuschungen gibt. Das gehört zu meinem Job dazu. Trotzdem ist jeder Spieler ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und wird gebraucht.“ Auch gegen den nächsten Gegner, den FC St. Pauli. Die Hamburger haben eine „sehr gute Mannschaft mit hoher individueller Klasse, die in den letzten Spielen Siege gegen Ingolstadt und Paderborn und einen Punkt beim HSV erkämpft hat“, weiß Kocak. „Mit den Fans im Rücken wird das am Sonntag ein Hexenkessel, auf den wir uns aber freuen. Wir haben einen Plan und den wollen wir diesmal durchziehen, um am Ende drei Punkte mitzunehmen.“ Diesen Plan verfolgt auch Karl, der gegen keinen Verein öfter getroffen hat, als gegen den FC St. Pauli. Dreimal traf er bereits am Millerntor, allerdings im Trikot von Union Berlin und Kaiserslautern. „Das Auswärtsspiel auf St. Pauli ist für uns immer ein Highlight in der Saison. Wir freuen uns auf die Atmosphäre und zuletzt haben wir am Millerntor ja auch keine schlechte Figur abgegeben.“ mbe/zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional