Lokalsport

Handball-Badenliga Frauen 33:25-Erfolg über Birkenau II

Brühl nicht aufzuhalten

Archivartikel

Vor dem Vergleich des TV Brühl gegen den TSV Birkenau II erreichten TVB-Trainer Franz-Josef Höly erneut Hiobsbotschaften: Der personell eh schon ausgedünnte Kader schrumpfte durch die Ausfälle von Maren Röllinghoff und Vanessa Henn weiter zusammen. Dazu liefen mit Sophia Schneider und Lisa Bühn zwei gesundheitlich angeschlagene Spielerinnen auf, die sich in den Dienst der Mannschaft stellten. Dermaßen gebeutelt war der TV Brühl gezwungen, abermals zu improvisieren: Im Mittelblock übernahmen Maike Röschel und Joceline Tomann zusätzliche Aufgaben, Maike Renkert agierte als Speerspitze in der Defensive.

Nach gerade einmal fünf Minuten, der Gast führte 4:2, hatte Brühl ins Spiel gefunden und lief fortan zu großer Form auf. Birkenau, das besser agierte als es der Tabellenstand vermuten ließ, geriet mächtig unter Druck. Maike Renkert sprühte vor Spielwitz und war von Birkenau nie in den Griff zu bekommen.

Anja Gross mit neun Treffern

Auch Anja Gross lieferte nicht nur am Kreis einmal mehr eine überragende Partie ab, die sie mit insgesamt neun Treffern krönte. Dazu machte die komplette Defensive eine herausragende Partie und Torhüterin Sandra Lauerwald glänzte erneut mit, wie seit vielen Wochen, konstant guter Leistung.

Sage und schreibe acht Tore in Folge brachten den TVB früh auf die Siegerstraße (10:4). Zur Pause war das Spiel aber noch nicht gelaufen, weil sich Birkenau mit der Niederlage nicht abfinden wollte. Sie ließen sich nicht weiter abschütteln und weil sich nach 45 Minuten die ersten Konzentrationsschwächen einstellten, verkürzten die Gäste auf drei Tore (17:20). Aber das war nur ein kurzes Intermezzo, denn Brühl zog noch einmal an und stellte die alten Abstände wieder her (26:19). Der Rest eines fairen und unterhaltsamen Spiels galt der problemlosen Verwaltung des Ergebnisses.

Franz-Josef Höly nach dem Spiel: „Ich bin froh, dass wir die Partie für uns entscheiden konnten, denn bei den vielen Umstellungen und Ausfällen weiß man nie, wie es dann im Spiel tatsächlich funktioniert. Unsere Abwehr hat stark gespielt und Sandra Lauerwald genauso gut gehalten. Und über Maike Renkert muss man eigentlich gar kein Wort mehr verlieren. Aber das gilt auch für das ganze Team, das weiter an sich arbeitet und toll in Schuss ist. Der Spielplan, der uns jetzt eine Woche Pause schenkt, kommt uns entgegen, Regenerieren ist natürlich bei uns ein großes Thema.“

TVB: Lauerwald, Zimmermann; Li. Bühn (1), Gross (9), Siebenlist (8/6), Pristl (2), Renkert (9/1), Tomann (1), Röschel (2), S. Schneider, Le. Bühn (1). ako

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