Lokalsport

Handball-Badenliga Frauen TVB bezwingt routinertes Schriesheim

Brühler Kampfgeist wird mit Sieg in der Endphase belohnt

Archivartikel

Bis der 26:20 (10:12)-Erfolg gegen den TV Schriesheim unter Dach und Fach war, bedurfte es seitens der Badenliga-Handballerinnen des TV Brühl einer wahren Kraftanstrengung. Beim Gastgeber, der auf die lädierte Sophia Schneider verzichten musste, hatte Trainer Franz-Josef Höly einige Umstellungen vorzunehmen.

So agierte Kreisläuferin Anja Gross zunächst als Rechtsaußen, da die etatmäßige Vanessa Henn berufsbedingt erst mit dem Anpfiff in der ungeliebten BZ-Halle eintraf. Joceline Tomann begann als reine Defensivspielerin in der offensiv ausgerichteten Abwehr. Die Gäste mit einer lupenreinen 6:0-Deckung ausgestattet, machten es Brühl wie erwartet schwer, sich erfolgreich in Szene zu setzen. Auch die Abschluß- und Fehlerquote war zunächst ungewohnt hoch. Auffällig war die fast unerklärliche Schwäche bei Strafwürfen, denn von insgesamt zehn Siebenmetern wurden lediglich vier verwandelt.

Nach 40 Minuten (17:14) deutete alles auf eine Niederlage hin. Höly setzte weitere Zeichen. Virginie Zimmermann hütete jetzt das Tor und Line Patzschke als Rechtsaußen brachte frischen Wind in die Offensivaktionen. Plötzlich funktionierte auch die auf 5:1 umgestellte Abwehr. Sie spielte aggressiver und immer ganz nahe am Gegner. Dieser schien dem eigenen hohen Tempo Tribut zollen zu müssen. Es klappte nicht mehr viel und was dennoch auf das Tor kam wurde eine sichere Beute von Zimmermann.

Die unbändige Kampfkraft des TVB trug vorne wie hinten Früchte. Während die Spiel- und Wurfqualität auf Seiten Brühls zunahm, geriet der TVS mehr als einmal ins Zeitspiel und Notwürfe waren keine adäquate Lösung. In der 48. Minute ging Brühl das erste Mal in Führung (19:18). Line Patzschke erzielte die vorentscheidenden Treffer zum 21:18 (51.). Schriesheim war geschlagen, weil es spielerisch und kräftemäßig am Ende war und Brühl ständig weiter nachlegte.

„Wir brauchten eine ganze Weile, bis wir zu unserem Spiel fanden“, gab Höly danach zu. „Die Wurfausbeute war nicht gut und die Schiedsrichter waren es gelinde ausgedrückt ebenfalls nicht. Sie haben uns kleinlich pfeifend durch ungerechtfertigte Hinausstellungen aus dem Rhythmus gebracht“, hatte er nicht nur Schuldzuweisungen an sein eigenes Team. „Aber meine Mannschaft hat das weggesteckt und kämpferisch alles gegeben, den Sieg mehr gewollt.“ ako

TVB: Lauerwald, Zimmermann; Röllinghoff (1/1), Li. Bühn (1), Pristl (1), Siebenlist (2), Gross (1), Henn (2), Renkert (4), P. Lederer (10/3), Tomann (1), Patzschke (3), Le. Bühn.

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