Lokalsport

Frauen-Handball Juniorbären in Markranstädt gefordert / Oftersheim/Schwetzingen empfängt St. Leon/Reilingen / Brühl stellt sich beim Spitzenreiter vor

Bundesliga-Unterbau möchte sich eine komfortable Situation verschaffen

Archivartikel

Die Drittliga-Handballerinnen der TSG Ketsch II zieht es an diesem Spieltag zum SC Markranstädt (Samstag, 19 Uhr), der aktuell mit einer Niederlage bei Rodgau Nieder-Roden behaftet ist und auf dem dritten Tabellenplatz logiert. Markranstädt ist ein kleines sächsisches Städtchen an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, zwischen Halle und Leipzig, zwei weiteren wichtigen Handball-Standorten, eingequetscht. Sollte sich der Ketscher Bundesliga-Unterbau dort bewähren, hat er für die nächste Zeit eine recht komfortable Situation erreicht.

HG im Oberliga-Derby

Die Ausgangslage vor diesem lokalem Vergleich ist mehr als eindeutig: Der gastgebende Aufsteiger HG Oftersheim/Schwetzingen mit bislang nicht mehr als vier satten Niederlagen steht dabei auf der einen Seite. Null Punkte und meist genauso klare Schlappen haben allerdings auch die beiden Mitaufsteiger TV Nellingen II und HB Ludwigsburg aufzuweisen sowie erstaunlicherweise der TSV Birkenau, der aus der Drittklassikeit kam. Es gilt also, sich auf andere Gegner zu fokussieren, als ausgerechnet auf die HSG St. Leon/Reilingen, die sich abgesehen von ihrem Ausrutscher gegen FA Göppingen, auf dem Weg in die Oberliga-Spitze befindet.

Dem würde sich die HG gerne in den Weg stellen. Trainer Matthias Kollander hofft auf eine erneute Leistungssteigerung: „Dann könnte es ein interessantes Spiel werden.“ Spielgestalterin Karolin Kolb jedenfalls verspricht: „Wir freuen uns auf das Spiel, es ist eins der wenigen Derbys überhaupt für uns. Wir haben uns auf die Stärken des Gegners eingestellt und werden von der ersten bis zur letzten Minute alles geben.“

Hoffen auf eine Überraschung

Auch ihre Kollegin Annabel Bosse will nicht vorschnell aufgeben: „Wir haben bereits gezeigt, dass wir auch gegen stärkere Mannschaften nicht chancenlos sind. Wenn wir es schaffen, konzentrierter und cleverer zu spielen, ist vielleicht eine Überraschung möglich.“

HSG-Coach Sascha Kuhn war mit seinem Team vergangenes Wochenende spielfrei und wollte in dieser Zeit aufgedeckte Schwächen aufarbeiten, um möglichst optimal vorbereitet in den Vergleich mit dem Newcomer zu gehen. Dabei ist es für die etablierte HSG natürlich wichtig, sich beim Aufsteiger keine keine Blöße zu geben.

Ohne Druck beim Favoriten

Dem TV Brühl steht am Samstag (17.30 Uhr) der Gang zum Badenliga-Tabellenführer SG Nußloch bevor. Die gastgebende SGN, Absteiger aus der Oberliga, steht nach vier Spielen verlustpunktfrei an der Spitze. Diese Position will sie beibehalten. Sie gilt nicht nur gegen Brühl, sondern generell als Aufstiegskandidat Nummer eins, als Favorit. Das bisher ebenso ungeschlagene Brühl (zwei Partien ausgetragen) sollte also unbeschwert und ohne jeglichen Druck aufspielen. Inwieweit der TVB der SGN Probleme bereiten könnte, wird sich zeigen, hier ist in erster Linie die Abwehr gefragt. Diese wird ohne Sophia Schneider auskommen müssen, die zwei Wochen fehlen wird.

Die zweite Mannschaft der HSG geht derweil auf eigenem Terrain dem Versuch nach, gegen den TV Schriesheim, sich weiter in der Spitze der Verbandsliga zu etablieren. Schließlich musste sie sich bislang nur Tabellenführer Stutensee/Weingarten beugen. mj/zg

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