Lokalsport

Mehrkampf Er trotzt dem Wetter und einer Verletzung

Christian Klefenz erfolgreich in Hitzeschlacht von Hessen

Tropischer Hitze zum Trotz startete Christian Klefenz von der ASG Triathlon Hockenheim beim Ironman in Frankfurt über die Langdistanz, bei dem auch die Europameisterschaften ausgetragen wurden. Er landete in seiner Altersklasse (35 bis 39 Jahre) auf Rang 95 von 301 Teilnehmern, insgesamt landete er auf Rang 471 (von 2064 Teilnehmern, die ins Ziel kamen).

Bedingt durch die Hitze bereits in den Tagen zuvor war das Neoprenverbot vorauszusehen. Bei 25,5 Grad stürzten sich 3500 Athleten in den Langener Waldsee und absolvierten die 3,8 Kilometer lange Schwimmrunde. Am Start waren auch die drei derzeit wohl weltbesten Triathleten Jan Frodeno, Patrick Lange und Sebastian Kienle Die Stimmung war an allen Teilstrecken gigantisch.

Um 6.46 Uhr ging es für Christian Klefenz über die Startlinie. Nach 1:21 Stunden tauchte der ASGler aus den Fluten und stieg aufs Zeitfahrrad. Nach anfänglichen Schwierigkeiten war der Rhythmus schnell gefunden. Die Anfeuerung seiner Frau Conny sorgte für einen extra Motivationsschub. Auf der zweiten Radrunde wehte ein heißer Gegenwind und Christian Klefenz drosselte sein Tempo. Eine vermeintliche Blase am linken Mittelfuß schien gar das Ende zu bedeuten. Nach 185 Kilometern auf dem Rad und einer Zeit von 5:39 Stunden ging es humpelnd in die Wechselzone und die „Blase“ entpuppte sich bei näherem Hinsehen als Schnitt von einem scharfen Gegenstand, der wohl beim Verlassen des Sees entstanden ist. Die Stelle dick mit Vaseline beschmiert, Socken und Laufschuhe drüber – und ab ging es auf die Laufstrecke zum abschließenden Marathon.

Nach rund fünf Kilometern stellte sich ein halbwegs angenehmer Laufrhythmus ein. Die Hitze war mittlerweile nahezu unerträglich, es wehte kein Lüftchen. Das Erreichen der jeweils nächsten Verpflegungsstelle war zu diesem Zeitpunkt das Ziel, um Flüssigkeit aufzunehmen und den Körper mit Eis zu kühlen.

Familie und Freunde jubeln ihm zu

Für mentale Unterstützung an der Laufstrecke sorgten neben Conny auch die Kinder Tim und Kai, Opa Egges und Oma Hanne sowie Vereinskameraden. „Ich weiß nicht, ob ich das heute ohne meine Fans an der Strecke durchgezogen hätte, die Anfeuerung hat mich im Rennen gehalten“, meinte ein sichtlich abgekämpfter Christian nach dem Rennen. Nach 42 Kilometern und 4:08 Stunden in der vierten Laufrunde ging es dann in den Zielkanal. Eine unglaubliche Atmosphäre herrschte dort auf den voll besetzten Tribünen. Direkt an den Absperrgittern standen unzählige Menschen, die die Athleten anfeuerten und abklatschten. Nach 11:19 Stunden beendete der ASGler den Ironman Frankfurt. ska

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