Lokalsport

Sportkegeln-Bundesliga Frei Holz Plankstadt nennt Folgen der Pandemie als Gründe für Rückzug / Vier Teams als ursprünglicher Plan

Corona ändert Spielersituation

Der Rückzug von Frei Holz Plankstadt hat für Aufsehen gesorgt, zumal diese Entscheidung einen Tag vor dem ersten Bundesligaspiel bekannt gegeben wurde. Nun haben sich Spieler und Vorstandschaft in einer gemeinsamen Erklärung geäußert. Wir geben diese in ungekürzter Fassung wieder:

„Die Entscheidung, unsere erste Mannschaft aus der DCU-Bundesliga abzumelden, ist allen schwergefallen, zumal sämtliche Vorbereitungen in der derzeitig schwerwiegenden Situation getroffen waren. Dass keine Absicht, aus welchen Gründen auch immer, damit verbunden ist, zeigt unser Vorschaubericht für den ersten Spieltag. Unabhängig vom Spielsystem haben allerdings Änderungen durch das Coronavirus und damit verbundene familiäre und berufliche Situationen unserer Spieler zu diesem kurzfristigen Schritt geführt. Ursprünglich planten wir, mit vier Mannschaften in den einzelnen Kegelsport-Ligen teilzunehmen.

In mehreren Sitzungen wurde versucht, eine Lösung für die vier Teams zu finden. Leider konnte keine zufriedenstellende Möglichkeit gefunden werden. Damit ein fairer Wettbewerb stattfinden kann, haben die Verantwortlichen und Spieler in ihrer Sitzung am Donnerstag die Entscheidung getroffen, die erste Mannschaft noch vor Rundenbeginn abzumelden. Eine Abmeldung während der Spielzeit wäre sicherlich die schlechtere Variante gewesen. Wir können verstehen, wenn unsere Entscheidung nicht von allen akzeptiert wird, bitten aber trotzdem um Verständnis“, führt Frei Holz mit sportlichen Grüßen aus.

Eine Mannschaft hat Frei Holz für die Regionalliga Rheinland-Pfalz/Nordbaden (120 Wurf) gemeldet, die Zweite tritt in der Verbandsliga Baden (200 Wurf) an und die Dritte in der Bezirksliga Nord 100 Wurf. Dabei sollen möglichst viele Spieler das 120-Wurf-System kennenlernen, deshalb wird viel rotiert.

Wollen Verband nicht schaden

„Wir haben uns bereits Anfang des Jahres 2020 entschieden, eine Mannschaft im 120-Wurf-System zu melden“, erklärte Vorsitzender Thorsten Vörg. Einige Spieler waren auf den Klub zugegangen und wollten dieses System spielen und „da wir grundsätzlich gegen die Doppelspielrechte – ein Spieler in zwei Vereinen – sind, haben wir unseren Spielern mit der Meldung die Möglichkeit gegeben, für ihren Stammklub dieses Spielsystem zu absolvieren.“ Und er stellt klar, dass es nicht die Absicht von Frei Holz ist, ganz von der Deutschen Classic-Kegler Union wegzugehen oder ihr zu schaden.

Auch der verzögerte Saisonstart spielte eine Rolle. Im Juli sah es personell noch ganz anders aus. Mittlerweile hat sich das durch Verletzungen und angeschlagene Spieler sowie kurzfristige berufsbedingte und familiäre Ausfälle geändert. „Es sind einfach zu viele Leistungsträger, die nicht zur Verfügung stehen“, sagte Vörg. Und auch in Plankstadt muss man sich in Sachen Nachwuchs für die Männermannschaften noch etwas gedulden. Es gibt zwar drei C- und B-Jugendmannschaften, aber keine A-Jugend. „Was wir nicht wollten, ist, dass wir eine nicht konkurrenzfähige Mannschaft melden, die daheim und auswärts unbeständige Leistungen anbietet und dadurch den Wettbewerb verzerrt“, sagte Vorsitzender Vörg abschließend.

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