Lokalsport

Sportkreis Neues Vorstandsteam stellt sich in Schwetzingen den Fragen der Vereine

„Da sein, wenn der Schuh drückt!“

Der neue Vorstand des Sportkreises Mannheim hatte in das TV-Clubhause an der Sternallee eingeladen, um mit den Vereinsvertretern aus dem Raum Schwetzingen ins Gespräch zu kommen. Unter dem Motto: „Wo drückt der Schuh“ wurde sehr offen über die Zukunft des Vereinssports diskutiert. Das Fazit war eindeutig, denn die Vereine brauchen in vielen Belangen Unterstützung.

„Wie können wir Fortbildungen für Trainer oder Vereinsvorstände hier vor Ort organisieren?“, sagte Morten Angstmann vom gastgebenden TV Schwetzingen. Wo könne der Sportkreis Sprachrohr sein, wo könne er Lücken zum Badischen Sportbund schließen? Außerdem wurden lokale Netzwerktreffen für Vereinsvertreter vorgeschlagen.

Genau dieses unterstützt auch der Schwetzinger Bürgermeister Matthias Steffan. „Der massive, auch demografische Wandel bei Jugendarbeit und Vereinsmitgliedschaften unter anderem durch Ganztagsschulen macht den Vereinen zu schaffen“, sagte er bei seinem Grußwort. Schule und Verein müsse man besser zusammenbringen. Hier sei in manchen Bereichen „mehr Hauptamt“ erforderlich, betonte er. Vereine in Schwetzingen und Umgebung seien wichtige Akteure. „Dies bedeutet Leben in der Gemeinde“. Vereine seien mehr denn je auf gute Impulse der Verbände angewiesen um den Sport weiterzuentwickeln. Steffan bedankte sich beim neuen Sportkreis-Vorstand für die Art der Veranstaltung. „Dialog ist der richtige Weg, um Entwicklung voranzutreiben“, meinte der Bürgermeister.

Namen ändern?

Die neue Sportkreisvorsitzende Dr. Sabine Hamann stellte daraufhin die Arbeit und die Mitarbeiter des Sportkreises vor. „Aber eigentlich wollen wir heute zuhören und erfahren, wo der Schuh drückt“, betonte sie zum Abschluss ihres Statements. Die Stimme des organisierten Sports sei eine mächtige Stimme. „Diese wollen wir weiter stärken“, so die Vorsitzende. Sehr schnell kam dann die Frage auf, wie denn der Sportkreis heißen könnte, so dass sich auch Vereine außerhalb Mannheims darin wiedererkennen können.

Der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises, Bernhard Deigert, übernahm dann die Moderation der Diskussion. Dabei wurden immer wieder die Infrastruktur in den Kommunen und der Zustand der Sportstätten angesprochen. Ebenso die Nachwuchsprobleme, Repräsentationsverpflichtungen von Vereinsvorständen oder die Gängelung durch Verwaltung und Bürokratie.

Auch die Wünsche der Vereine waren vielfältig. Ebenso wie die Fortbildungsangebote des Sportbundes „kompatibel mit dem Beruf“ sein sollten, müsse die Trainerausbildung dezentraler und an Wochenenden stattfinden statt über drei Wochen. „Wir haben schon ehrenamtliche Interessenten verloren, weil sie keine drei Wochen Urlaub nehmen können, um einen Trainerschein zu machen“, sagte eine Vereinsvertreterin aus Plankstadt. Ebenso würde die Verwaltung in den Vereinen immer komplexer und anspruchsvoller. Eine Professionalisierung und hauptamtliche Beschäftigte kooperierender Vereine seien dringend notwendig, um weiteren Stillstand zu vermeiden.

Zum Abschluss bedankte sich die Vorsitzende für die konstruktiven Ideen und versprach diese mit in die Diskussion mit dem Badischen Sportbund zu nehmen. nt

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