Lokalsport

Sportkegeln Bundesliga Frei Holz gegen Damm Aschaffenburg

Das Überraschungsteam kommt nach Plankstadt

Das Team von BF Damm Aschaffenburg kämpfte in den letzten Jahren zumeist gegen den Abstieg aus der Bundesliga der Sportkegler. Das ist in dieser Saison anders. Völlig überraschend steht Aschaffenburg mit vier Siegen aus vier Spielen hinter dem ebenfalls verlustpunktfreien VKC Eppelheim auf Platz zwei.

Der Verjüngungsprozess scheint zu gelingen, denn wo früher die Routiniers Udo Frey, Horst Schlett oder Hermann Heider das Zepter in der Hand hielten, überzeugen jetzt Patrick Lebert, Emmerich Blahut, Christoph Zöller oder Patrick Fischer. Nach dem Sensationssieg zum Auftakt bei Vizemeister Rot-Weiß Sandhausen folgten ein neuer Bahnrekord in Lampertheim und zwei Heimsiege mit über 6000 Kegeln. Plankstadt dürfte also mehr als gewarnt sein.

Aber auch Frei Holz übertraf zuletzt gegen Monsheim die Schallmauer von 6000 deutlich. Ein ähnlich starker Auftritt wie gegen Monsheim wird vonnöten sein, um morgen um 16 Uhr (Mehrzweckhalle) die starken Aschaffenburger zu bezwingen. Marco Mergenthaler weiß, was sein Team erwartet. „Zählte man Aschaffenburg vor der Saison noch zu den Mannschaften, die um den Klassenerhalt spielen würden, wurden alle eines Besseren belehrt, und wenn die so weiterspielen, dann ist das kein Thema.“ Er und seine Kameraden müssten noch eine Schippe drauflegen, um am Ende die Punkte in Plankstadt zu behalten. Auf eine persönliche Formsteigerung setzt Daniel Zirnstein, bei dem es zuletzt nicht so gut lief. „Seit dem Spiel bei Franken Neustadt stehe ich irgendwie neben mir, aber am Samstag werde ich wieder angreifen und allen den wahren Daniel zeigen.“

VKC Eppelheim in Kuhardt

Für den Vollkugelclub Eppelheim geht es zum KSV Kuhardt (Samstag, 13 Uhr). Der Neuling ist mit 6:2-Punkten auch glänzend gestartet, hatte aber überwiegend leichte Gegner. Bemerkenswert ist aber die Heimstärke der Pfälzer, die seit zwölf Partien daheim ungeschlagen sind. Die letzte Mannschaft, die dort gewinnen konnte, war der VKC in der vorletzten Saison. „Unser Ansporn sollte sein, wieder die erste Mannschaft zu sein, die dort gewinnt“, sagte VKC-Akteur Martin Wolfring. Seiner Ansicht nach wird es eine schwierige Auswärtshürde, aber „wenn wir unsere gezeigten Leistungen und unsere Konstanz auf die Bahnen bringen, wird das eine spannende Partie.“ Der VKC zeigte bisher auswärts beeindruckende Vorstellungen und stellte sowohl in Haibach als auch in Neustadt einen neuen Mannschaftsbahnrekord auf.

Kuhardt glänzte zuletzt gegen Gut Holz/Grün-Weiß Sandhausen mit 6050 Kegeln, vor allem Philipp Braun, Markus Wingerter und Nicolai Bastian sind zu beachten. Sie knackten bisher in jedem Heimspiel die Tausendermarke. „Ich freue mich auf das Spiel gegen meinen ehemaligen Verein und meine Freunde aus Kuhardt“, sagte Jürgen Cartharius. Wird Kuhardt die erste Mannschaft seit 44 Bundesligaspielen sein, die den deutschen Meister zu Fall bringt, oder kann der VKC seinerseits die Heimsiegesserie von Kuhardt unterbrechen?

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