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Sportkegeln-Bundesliga Trotz großen Umbruches ist Meister VKC Eppelheim wieder Favorit

Das Kegel-Menü soll stimmen

Archivartikel

So einen Umbruch hat der Vollkugelclub Eppelheim seit vielen Jahren nicht mehr erlebt. Der amtierende deutsche Meister über 200 Wurf muss den Verlust von gleich vier langjährigen Leistungsträgern verkraften. Marlo Bühler und Lars Ebert suchen neue Herausforderungen im 120-Wurf-Verband DKBC, Gunther Dittkuhn hat seine Karriere beendet, wie auch Jan Jacobsen – der Vorsitzende des VKC würde aber bei personellem Notständen noch aushelfen.

Mit René Zesewitz gelang aber auch die Verpflichtung eines hochkarätigen Neuzuganges, der zugleich den größten Konkurrenten, Vizemeister Rot-Weiß Sandhausen, erheblich schwächt. Allerdings wird Zesewitz auch für den 120-Wurf-Bundesligisten Breitengüßbach spielen und nicht immer einsatzbereit sein. Mit Christian Schneider kehrt ein Kegler aus der Region von Olympia Mörfelden zurück, der auch über viel Bundesligaerfahrung verfügt. Martin Wolfring (siehe Interview) steht wieder regelmäßig zur Verfügung.

Jürgen Cartharius ist deshalb optimistisch. „Viele sagen, wir sind geschwächt, aber warten wir es mal ab, ich sehe uns als nicht viel schwächer an“, sagte Cartharius. Er hält auch viel von Talent Adrian Rupp, dem er sogar die sechste Position im Team zutraut. Die Erfolgschancen hängen auch davon ab, wie viele Partien Daniel Aubelj machen wird. Er spielt weiterhin auch für den deutschen 120-Wurf-Meister Rot-Weiß Zerbst.

„Möglicherweise ist der eine oder andere durch die Abgänge auch zusätzlich motiviert, daraus könnte eine Jetzt-erst-recht-Stimmung entstehen“, verbreitet Cartharius Zuversicht. Er selbst möchte als gelernter Koch auch viel zum Gelingen des Kegel-Menüs beitragen. Die Titelverteidigung bleibe das Ziel.

Nachdem auch Trainer Matthias Ebert (mit Sohn Lars nach Lorsch) nicht mehr da ist, wird Bernd Strauch als Teilzeittrainer wirken, sich dabei aber in erster Linie um die jungen Talente kümmern. Als Ligenleiter der DCU kann er ohnehin nicht bei Auswärtsspielen dabei sein. Da sich Betreuer Theo Holzmann auch langsam zurückzieht, übernimmt Gerhard Harlacher noch Betreuungsaufgaben.

In der um fünf Wochen verlängerten Vorbereitung absolvierten die Eppelheimer einige Testspiele in Mörfelden und Bad Soden, außerdem spielten sie bei den Turnieren in Grünstadt und Kronau mit. „Wir sind gut drauf, und jeder freut sich, dass es endlich losgeht“, meinte Jürgen Cartharius.

Gegen starken Neuling

Das erste Saisonspiel am Samstag (13 Uhr) beim Neuling KSC Frammersbach ist gleich eine Herausforderung. Frammersbach ist sicher der stärkste von vier Aufsteigern. Den Unterfranken aus dem Main-Spessart-Kreis wird der Klassenerhalt zugetraut, manche sehen sie sogar weiter vorne. „Die hatten letztes Jahr daheim einen 6000er Schnitt“, weiß Jürgen Cartharius. Er geht deshalb davon aus, dass der VKC 6100 Kegel für einen Sieg benötigen wird. Die Eppelheimer kennen die fallträchtigen Bahnen aber schon und werden sich kaum überraschen lassen. Damit das Menü gleich zum Start in Form von zwei Punkten mundet.

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