Lokalsport

Das nimmt der Liga den Reiz

Archivartikel

Es ist ein Aufstiegskampf, der den Namen eigentlich nicht verdient hat. Im Sport sollten die besten Mannschaften einer Saison das Recht haben, aufzusteigen. Finanzielle Zwänge sorgen aber immer wieder dafür, dass es anders kommt. So ist es auch in dieser Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen: Spitzenreiter Buchholz-Rosengarten und Beyeröhde-Wuppertal werden ganz sicher nicht aufsteigen – selbst wenn sie sich in sportlicher Hinsicht qualifizieren würden. Das ist schade und nimmt der Liga den Reiz.

Das soll die Leistung der Spielerinnen der Ketscher Kurpfalz-Bären aber keineswegs schmälern. Die Truppe von Trainerin Katrin Schneider spielt bislang eine ausgezeichnete Runde. Dennoch wäre es den Bären wahrscheinlich schnuppe, ob sie als erster Nachrücker auf Platz drei oder als direkter Aufsteiger eine Liga nach oben gehen würden. Zum Glück können sich die Bären aber auch nicht auf ihr mickriges Punktepolster verlassen, denn als Vierter wären die Ketscher Mädels am Ende die Gelackmeierten. Laut Statuten verringert sich die Zahl der Aufsteiger, wenn die besten drei Mannschaften den Gang verweigern. Klar ist aber: Mit einem Sieg am Sonntag gegen Beyeröhde würde sich die Ausgangslage der Bären aber noch einmal drastisch verbessern.

Ein bisschen Spannung ist also noch drin. Wünschenswert wäre aber ein Aufstiegskampf, bei dem alle Mannschaften dasselbe Ziel verfolgen könnten.

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