Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SV Sandhausen müht sich gegen Bochum zu einem glücklichen Punktgewinn / Aziz Bouhaddouz trifft

„Das war wohl mein Instinkt“

Archivartikel

Aziz Bouhaddouz hat das Toreschießen nicht verlernt. Das hat der marokkanische Angreifer des SV Sandhausen am Samstagnachmittag mal wieder unter Beweis gestellt. Nachdem Bouhaddouz mit muskulären Problemen einen Teil der Saisonvorbereitung sowie den Auftakt in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst hatte, feierte er beim 0:1 beim Karlsruher SC sein Comeback im SVS-Dress. Dort konnte er zwar noch keine Akzente setzen, das änderte sich aber im Heimspiel gegen den VfL Bochum.

Zwei Minuten vor dem Ende bugsierte der 32-Jährige den Ball mit der Brust über die Linie, nachdem Robin Scheu ihn zuvor bedient hatte. „Ich habe spekuliert und dann tatsächlich die Möglichkeit bekommen. Ich würde sagen, das war wohl mein Instinkt“, sagte Bouhaddouz über seinen Treffer zum 1:1-Endstand. Während sich Sandhausen nach zuletzt zwei Heimsiegen mit einem Punkt im heimischen „BWT-Stadion am Hardtwald“ begnügen muss, wartet Bochum auch nach dem siebten Spieltag auf den ersten Dreier.

Fraisl erwischt einen guten Tag

Dabei war der VfL diesmal ganz nahe dran, denn schon nach drei Minuten hätte der Revierclub ein Zeichen setzen können: Nach einer Ecke rettete SVS-Schlussmann Martin Fraisl zunächst gegen Saulo Decarli, dann konnte Gerrit Nauber gegen Simon Lorenz noch rechtzeitig eingreifen. Dass der österreichische Schlussmann einen guten Tag erwischt haben sollte, stellte er mit zwei weiteren Glanztaten gegen Simon Zoller nachdrücklich unter Beweis. Offensivakzente der Hausherren gab es hingegen nicht zu bestaunen. Dementsprechend unzufrieden war Sandhausen-Coach Uwe Koschinat mit der Darbietung seiner Elf: „Wir haben in der ersten Halbzeit große Probleme gehabt, die komplette Breite der vordersten Anlauflinie abzudecken. Der VfL hatte ein fußballerisches Übergewicht, das zu Großchancen geführt hat. Auch in unserer Laufleistung habe ich heute große Defizite gesehen. Zudem hatten wir eine unglaublich hohe Zahl an technischen Fehlern. Den Halbzeitstand hatten wir einem großartigen Martin Fraisl zu verdanken.“

Halimi feiert Startelf-Debüt

Nach Wiederbeginn konnte dann aber auch der Keeper nichts mehr ausrichten. Mit Aleksandr Zhirov wurde er nach 52 Minuten vom eigenen Mann überwunden. Der SVS gab in der Schlussphase aber nicht auf und kam durch Bouhaddouz zum glücklichen Ausgleich. „Er stand da, wo ein guter Mittelstürmer stehen muss“, sagte Koschinat, der zum ersten Mal Last-Minute-Neuzugang Besar Halimi in die Startformation beorderte.

Der kosovarische Nationalspieler zeigte sich nach seinem Debüt im weißen Dress selbstkritisch: „Persönlich bin ich mit meinem Debüt nicht wirklich zufrieden. Wichtig ist aber, dass wir Charakter bewiesen und den Punkt doch noch geholt haben.“

Weiter geht es für den SVS mit einem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli. Das Duell am Millerntor wird am Sonntag, 29. September, um 13.30 Uhr angepfiffen. Und vielleicht darf Bouhaddouz gegen seinen Ex-Club dann auch wieder in der Startformation stehen. Ein Argument dafür hat der Angreifer, der in der Sommerpause aus Saudi-Arabien zurückkehrte, gegen Bochum jedenfalls geliefert.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional