Lokalsport

3. Handball-Liga Frauen Ketsch II unterliegt dennoch mit 19:20

Defensive glänzt mit Bestleistung

Das Endergebnis zeigt es auf: Es war eine ständig enge Drittliga-Partie, die die Handballerinnen der TSG Ketsch II beim TV Möglingen hauchdünn mit 19:20 (10:11) verloren haben. „Die Partie gegen Ketsch war für uns extrem wichtig. Mit Blick auf die Tabelle sieht man, dass der erste Abstiegsplatz nicht weit von uns entfernt ist“, erklärte TVM-Trainerin Kerstin Zimmermann und war froh, dass ihre drei winterlichen Neuzugänge eingeschlagen hatten. „Wir mussten aktiv werden, nach unseren fünf Ausfällen waren wir zu wenige Spielerinnen.“

Zu Beginn war beiden Seiten die Nervosität in diesem Duell knapp vor den Abstiegsrängen (Kontrahenten vormals pluspunktgleich) anzumerken. Das 1:1 fiel erst nach acht Minuten. Aber auch in Folge war die Trefferausbeute beider Seiten nicht überragend, teilweise brillierten nur die jeweiligen Torfrauen. Die „Handbremse“ sei nicht zu lösen gewesen, monierte Ketschs Coach Adrian Fuladdjusch.

Aber im Endeffekt lebte die Begegnung nur von ihrer Spannung und Dramatik, ansonsten wurde über weite Strecken nur handballerische Diätkost serviert – bei allerdings intensivem kämpferischen Einsatz beider Mannschaften.

Das zeigte sich auch, als der TVM mit aller Macht mit 18:15 (46.) scheinbar eine Vorentscheidung erzwungen hatte. Doch Theresa Köhler (per Siebenmeter) und Elena Fabritz – beide je zweimal – schafften mit ebenso großem Willen das 19:19 (57.). Doch eine Minute vor Ultimo setzte Annika Wagner den Todesstoß gegen Ketsch. In der Restspielzeit fühlte sich bei der TSG niemand berufen, sich den vielleicht entscheidenden Wurf zu nehmen.

„Wir unterliegen hoch verdient und nur aufgrund unserer überragenden Abwehr so knapp“, heißt es aus dem TSG-Lager. „Der Chancentod war zu Besuch und hat einen Sieg unmöglich gemacht. Wir hatten vorne Ladehemmung.“ Fuladdjusch stand etwas ratlos mit leeren Händen da: „Wir haben mit Leidenschaft und Herz verteidigt und Saisonbestleistung in der Defensive gezeigt. Da kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen.“

TSG: Heinzmann, Rüttinger; Köhler (5/2), Hinzmann, Klacar, Puhr (1), Widmaier, Büßecker, Marmodee (2), Osswald (4), Fabritz (5/2), Goudarzi, Bühl (1), Vay (1). mj/zg

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