Lokalsport

Der Gegner Niedersachsen halten alle Stammkräfte

Der VfL möchte die Liga bereichern

Archivartikel

Das treffende Wort, um den Aufstieg des VfL Osnabrück in der vergangenen Saison kurz und knackig zu beschreiben, lautet: souverän. Nach einem katastrophalen Vorjahr, als die Niedersachsen als Tabellen-17. beinahe abgestiegen wären, wählten die Verantwortlichen den Weg des Umbruchs. Und ihr Mut wurde belohnt, denn der VfL stellte in der abgelaufenen Spielzeit mit nur 31 Gegentreffern die beste Defensive der gesamten 3. Liga. Gleich fünf Spieler schafften den Sprung in die „Kicker-Elf der Saison“ – ein beeindruckender Wert.

In der Sommerpause haben die Verantwortlichen es geschafft, alle Stammkräfte zu halten. Zudem wurden zehn neue Spieler verpflichtet, darunter auch Lukas Gugganig, der sich zeitweise beim SV Sandhausen fit hielt. Durch die Neuverpflichtungen wird an der Bremer Brücke der Konkurrenzkampf angeheizt. Trainer Daniel Thioune hat die Qual der Wahl und vor allen Dingen kann er mit nur kleinen Handgriffen die komplette taktische Ausrichtung und die Spielweise verändern. Das macht den Club im Unterhaus zu einer echten Wundertüte.

Euphorie des Aufstiegs

Beim Auftaktspiel gegen Heidenheim ging Osnabrück in Führung, stand aber am Ende allerdings mit leeren Händen da (1:3). Doch in diesem Spiel war die Euphorie des Aufstiegs immer noch zu spüren. Und die wird auch durch die Niederlage nicht verschwunden sein. Zumal die Ziele ambitioniert sind, bekräftigt Thioune: „Wir wollen diese Liga bereichern.“ Allerdings wollen die Niedersachsen nicht zu viel Risiko gehen, sondern sich mittelfristig in der Liga etablieren.

30 Jahre lang war der VfL mit Ausnahme einer Saison zwischen 1963 und 1993 in der 2. Bundesliga unterwegs. Diese Serie würden sie gerne wieder aufleben lassen und dabei soll auch das mitreißende Publikum helfen. Der VfL verfügt über keine herausstechenden Individualisten, am Ende soll es die mannschaftliche Geschlossenheit richten. mjw

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