Lokalsport

3. Handball-Liga HG Oftersheim/Schwetzingen ist am Samstag zu Gast bei der SG Leutershausen / Holger Löhr kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Derby Nummer drei steigt an der Bergstraße

Archivartikel

In den beiden bisherigen Derbys der 3. Handball-Liga hat sich die HG Oftersheim/Schwetzingen prächtig geschlagen. Gegen Großsachsen gab es einen Sieg, gegen Nußloch großes Lob bei einer knappen Niederlage nach 60 Minuten offenem Schlagabtausch. Aber beider Partien gingen in der heimischen Nordstadthalle über die Bühne. Lokalduell Nummer drei findet jetzt dafür bei der SG Leutershausen statt. Und auswärts hat die HG außer beim Neuling TV Bruck noch nicht allzu viel gerissen.

Leutershausen hat dafür nur im ersten Heimspiel gegen Gelnhausen zuhause einen Zähler abgegeben (24:24) und war sonst deutlich überlegen. Aber solche Statistiken zählen bei solch einer prestigeträchtigen Auseinandersetzung HG-Trainer Holger Löhr (Bild) relativ wenig. Ihn verbindet mit den Bergsträßern besonders viel, ging er doch lange Zeit in den 1990er-Jahren für die SGL auf Torejagd, wurde 1992 deutscher Vizemeister nach packenden zwei Finalspielen gegen Wallau/Massenheim. Und später war er auch dort Trainer.

Doch abseits vom Derbycharakter achtet Löhr auch auf die tabellarische Situation. Zwar hat die HG eine Heimpartie weniger ausgetragen (das Spiel gegen Baunatal wird nächste Woche nachgeholt), aber im Tabellenkeller geht es recht eng zu, da zählt jeder Punkt. Und Löhr hatte schon nach der letzten Begegnung gemeint: „Wir spielen nach wie vor um den Klassenerhalt und ich hoffe, dass die Jungs den Abstiegskampf annehmen.“ Aber neben den Langzeitverletzten fallen bei der HG im handballerischen Alltag immer wieder weitere Spieler mit Blessuren zumindest für einen regelmäßigen Trainingsbetrieb aus. Aber Co-Trainer Matthias Polifka geht davon aus, dass bis zum Spiel alle fit sein könnten. Aber trotzdem sehen sich Löhr und Polifka immer wieder gezwungen, ihre Formationen zu variieren oder auch Nachwuchskräfte ins Rennen zu schicken. Dabei stellte der Chefcoach auch fest, dass es manchmal an der Konstanz mangele oder die adäquate Qualität im Spiel fehle. Nachverpflichtungen hat er allerdings schon mehrfach kategorisch ausgeschlossen, die HG bleibe ihrem Weg treu, sich den eigenen Nachwuchs heranzuziehen.

Freundschaft zählt nicht

Eine, wenn auch nur kurze, Leutershausener Vergangenheit hat auch Kreisläufer Alexander Kubitschek, der dort zwei „schöne Jahre“ verbracht hat, bevor er wieder zur HG zurückkehrte. „Ich konnte tolle Erfahrungen in der 2. Bundesliga sammeln. Bis auf den Abstieg in die 3. Liga habe ich nur positive Erinnerungen an die SGL und treffe somit auch auf Freunde, mit denen ich immer noch Kontakt pflege.“ Für das Spiel spiele dies alles allerdings keine Rolle: „Es ist ein Derby für mich genauso wie gegen Großsachen oder Nußloch. Ab den Anpfiff gibt es keine Freundschaft mehr, es zählen nur die zwei Punkte. Gerade nach der Niederlage letzter Woche brennen wir auf Wiedergutmachung und werden alles geben, egal wer auf der Platte steht, um gemeinsam zu gewinnen. Deshalb kommt alle in die Halle und unterstützt uns.“ Bild: Lenhardt

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