Lokalsport

„Die Corona-Maßnahmen sind für mich überzogen“

Viele Jahre lang war Martina Lehr eine Leistungsträgerin bei der SG DKC/81 Hockenheim. Gemeinsam mit Martina Lamade bildete sie ein von allen Gegnern gefürchtetes Schlussduo, das so manches verloren geglaubte Spiel noch aus dem Feuer riss. 509 Kegel waren ihre persönliche Bestleistung, auch bei den Seniorinnen feierte sie Erfolge. Doch nun ist überraschend Schluss. Hockenheim hatte auch für die kommende Saison fest auf seine bewährte Schlussspielerin gebaut, doch die SG muss den Abstiegskampf ohne Martina Lehr bestreiten.

Frau Lehr, was sind die Gründe für Ihren Schritt?

Martina Lehr: Sagen wir so, ich bin, vorsichtig ausgedrückt, ein Gegner der Corona-Maßnahmen. Sie sind für mich alle überzogen. Sport besteht für mich aus Zuschauern und aus Unterstützung. Und das ist derzeit nicht möglich. Deshalb höre ich auf, ich werde auch in keinem anderen Club spielen.

Mit den Begebenheiten müssen sich ja viele auseinandersetzen. War da kein Kompromiss möglich?

Lehr: Die Auflagen sind ja da, und ich kann da nicht über meinen Schatten springen. Meine negative Einstellung wäre nicht gut für die Mannschaft.

Wie schwer fällt Ihnen dieser Rücktritt nach so langer Zeit in Hockenheim?

Lehr: Es fiel mir nicht leicht. Ich werde es sehr vermissen und die Spiele im Liveticker verfolgen. Meiner Mannschaft wünsche ich für diese Runde gutes Gelingen. Ich schließe es nicht aus, dass ich wieder anfange, wenn sich die Corona-Maßnahmen ändern. mra/Archivbild: Lenhardt

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