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Tischtennis-Oberliga Frauen In einer ausgeglichenen Spielklasse geht es für den TTC Ketsch in erster Linie um den Klassenerhalt / Schwierige Vorbereitung

Die gesamte Vorrunde ohne Marion Ott

Rotation war das Motto beim TTC Ketsch in der vergangenen Saison der Tischtennis-Oberliga. Aus einem Kader von sieben Spielerinnen wurden die stetig wechselnden Aufstellungen gebildet. Das wird auch in der am Sonntag beginnenden neuen Runde wieder so sein. Erschwerend kommt hinzu, dass die Nummer eins Marion Ott aus privaten Gründen in der Vorrunde nicht zur Verfügung steht. Daher nennt Lisa Prautzsch den Klassenerhalt als Ziel.

„Ich kann die Liga nicht komplett einschätzen, und durch Corona kann alles passieren“, sagte Prautzsch, die wie Vanessa Moch und Lea Edinger nominell in der zweiten Mannschaft aufgestellt ist. Immerhin möchte Jasmina Simon wieder mehr Spiele bestreiten als zuletzt, das wäre eine deutliche Verstärkung.

Als klaren Titelfavoriten sieht Lisa Prautzsch den ESV Weil II. Die Reserve des Bundesliga-Aufsteigers hat mit Vivien Scholz (1965), Qian Wan (1899) und Lilli Eise (1820) die von den Ranglistenpunkten (TTR) her besten drei Spielerinnen der Liga in ihren Reihen. „Aufsteiger St. Georgen scheint auch noch recht stark zu sein, sonst sehe ich die Liga aber als sehr ausgeglichen an“, meinte Prautzsch. Schon im Vorjahr hat es viele knappe Spiele und überraschende Ergebnisse gegeben, das erwartet die Ketscherin auch diesmal wieder.

Ettlingen auf Augenhöhe

Außer dem ranghöchsten Team des Bezirks Heidelberg vertritt nur noch der TTV Ettlingen den Badischen Tischtennis-Verband in der Oberliga. Mit Kiara Maurer hat Ettlingen eine sehr gute Spitzenspielerin (1726 TTR-Punkte), Sarah Hafner ist nach Verletzung zurück – ein Team auf Augenhöhe mit den Ketscherinnen. Tischtennis Frickenhausen und Neuling TTC Lützenhardt werden in hinteren Regionen erwartet.

Lützenhardt ist der erste Gegner des TTC am Sonntag um 14 Uhr (Turnhalle am Rathaus). Mit Klara Misurak hat das Team aus dem Landkreis Freudenstadt eine starke Spitzenspielerin (1728 TTR-Punkte). Nejla Yaman, Julia Neff und Verena Riedt sollten schlagbar sein. Das Team ist den Ketscherinnen völlig unbekannt.

Nur wenig in der Halle

Die Vorbereitung war beim TTC alles andere als einfach. „Wir durften ja nur wenig in die Halle“, bedauert Lisa Prautzsch. Wegen Corona müssen sich die Spielerinnen über ein Online-System für feste Trainingseinheiten anmelden. Ein gemeinsames Training fand bis letzte Woche noch nicht statt. Allein unter diesem Gesichtspunkt findet es Prautzsch ganz gut, dass kein Doppel gespielt wird. In den Bundesklassen den DTTB - außer der Männer-Bundesliga, die eine eigenständige GmbH ist, gibt es keine Doppel, von der Badenliga abwärts schon. Die Einzel werden komplett durchgespielt.

Kader TTC Ketsch: Marion Ott (1679 TTR-Punkte), Melanie Berger (1663), Jasmina Simon (1645), Kathrin Thome (1596), Vanessa Moch (1523), Lea Ehinger (1476), Lisa Prautzsch (1443).

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