Lokalsport

Sportkegeln-Bundesliga VKC-Vorsitzender und Meisterspieler Jan Jacobsen zieht Bilanz einer überragenden Bundesligasaison von Meister Eppelheim

„Die Jungen bekommen ihre Chance“

Archivartikel

Er ist Spieler und Vorsitzender in Personalunion, zweifacher Familienvater und auch beruflich sehr eingespannt. All das hält Jan Jacobsen (38) – mittlerweile seit 1998 beim Vollkugelclub (VKC) Eppelheim und damit das Urgestein im Team des neuen und alten deutschen Meisters – nicht davon ab, nahezu Woche für Woche Topleistungen in der DCU-Bundesliga der Sportkegler abzurufen.

Auswärts im Schnitt 988, zu Hause 1017 Kegel – es ist vor allem die Konstanz und die Nervenstärke als Schlussspieler, die Jacobsen (Bestleistung 1104 Kegel) so unentbehrlich macht. Nach der Meisterehrung am Samstag in Gerolsheim zog er gegenüber unserer Zeitung Bilanz einer Saison voller Rekorde.

Herr Jacobsen, 44:0-Punkte, verlustpunktfrei durch die Saison, mittlerweile 40 Siege am Stück, in vielen Spielen mehrere hundert Kegel Vorsprung – ist die Motivation angesichts dieser Überlegenheit das größte Problem beim VKC?

Jan Jacobsen: Nein, die Motivation war nicht so das Problem. Eher die Belastungen durch Beruf und Familie. Jürgen Cartharius ist letzte Woche Vater eines Sohnes geworden, Gunther Dittkuhn wird im Sommer Vater. Tobias Lacher und auch ich sind beruflich stark belastet. Das ist nicht immer einfach.

Was fällt auf, wenn Sie auf diese so erfolgreiche Saison schauen?

Jacobsen: Daniel Aubelj ist mit 1060 Kegeln auswärts schnittbester Akteur, er hat in jedem Auswärtsspiel über 1000 Kegel erzielt. Auch Marlo Bühler und Lars Ebert haben einen Schnitt von über 1000.

Experten sagen, dass der VKC auch in den nächsten Jahren keine Konkurrenz hat. Wie sehen Sie das?

Jacobsen: Es wäre mein Wunsch, dass die Liga in den nächsten drei Jahren ausgeglichener wird. Mörfelden wird Stefan Beck verlieren, vielleicht auch Michael Moosburger. Da muss man sehen, wie es weiter geht. Rot-Weiß Sandhausen wird, denke ich, nächstes Jahr gefestigt sein. Plankstadt sehe ich mit Daniel Zirnstein sehr stark, bei GH/GW Sandhausen hätten wir auch verlieren können. Ob wir noch einmal 22 Siege schaffen, ist fraglich, aber egal in welcher Aufstellung, wir wollen weiter gewinnen. Ich würde aber gerne auch mal wieder neue Bahnen kennen lernen.

Wird es personelle Veränderungen geben?

Jacobsen: Tobias Lacher wird kürzer treten, ich bin beruflich auch viel weg. Die Jungen wie Leonard Erni oder auch Christopher Hafen werden ihre Chance bekommen.

Was ist das Erfolgsgeheimnis beim VKC?

Jacobsen: Trainer Matthias Ebert denkt sich immer wieder etwas Neues aus, damit das Training Spaß macht. Und Theo Holzmann spielt eine Superrolle als Betreuer von Daniel Aubelj.

Wie war die Ehrung in Gerolsheim?

Jacobsen: DCU-Präsident Jens Bernhard hat unsere Rekorde hervorgehoben – 2014 als jüngstes Team deutscher Meister, jetzt erste ungeschlagene Mannschaft – und Medaillen sowie die Meisterurkunde übergeben. KVE-Vorsitzender Heiner Seeger hat gratuliert, auch die Eppelheimer Bürgermeisterin Patricia Rebmann. Schön war auch, dass Ulrike Hindenburg für den DSKC Eppelheim gratuliert hat.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel