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Im Interview Neu-Trainer des Fußball-Landesligisten SG Eppelheim, Frank Engelhardt, will das Potenzial des Teams auf den Platz bringen

„Die Spieler müssen mitziehen“

Archivartikel

Worüber schon seit einigen Tagen spekuliert wurde, ist nun amtlich: Frank Engelhardt wird nach dem Rücktritt von Timo Staffeldt (wir berichteten) neuer Trainer beim Fußball-Landesligisten SG ASV/DJK Eppelheim. Der neue Mann bringt reichlich Landesliga-Erfahrung mit und führte seinen Heimatverein TSG Eintracht Plankstadt von der Kreisliga in die Landesliga. Engelhardt stand bereits vor einem Jahr bei der SG ASV/DJK Eppelheim auf der Wunschliste, doch damals entschied sich der Verein für den Ex-Profi Staffeldt. Wir sprachen mit dem 35-jährigen Neu-Trainer vor dem Derby am Sonntag gegen die Spvgg 06 Ketsch, wie er seine neue Aufgabe sieht und wie er die Eppelheimer Mannschaft wieder in die Spur bringen will.

Sie übernehmen die Eppelheimer Mannschaft, die auf einem Abstiegsplatz steht – was hat Sie bewogen, diese sicherlich nicht einfache Aufgabe zu übernehmen?

Frank Engelhardt: Es ist definitiv keine einfache Aufgabe und mir ist bewusst, dass es aktuell für alle Beteiligten auch eine schwierige Situation ist. Ich habe mich dennoch dafür entschieden, da ich mich der Herausforderung, in einem komplett neuen Umfeld arbeiten zu können, einfach stellen wollte.

Die SG Eppelheim hat in kurzer Zeit zwei Trainer verschlissen, haben Sie nicht die Befürchtung, dass Sie der Dritte im Bunde werden könnten?

Engelhardt: Nein, auch wenn mir die Vergangenheit durchaus bewusst ist, zerbreche ich mir darüber bestimmt nicht den Kopf – ansonsten hätte ich lieber gleich ablehnen sollen.

Sie besitzen aus Ihrer Trainertätigkeit in Plankstadt Landesliga-Erfahrung und haben auch Erfolge vorzuweisen. Wo wollen Sie hauptsächlich den Hebel ansetzen, um die Spieler wieder auf Vordermann zubringen?

Engelhardt: Ich denke dafür gibt es kein Patentrezept, dass auf Knopfdruck funktionieren wird. Wichtig wird sein, das die Spieler unsere Vorstellungen und Ansätze akzeptieren, voll mitziehen und auch Eigenverantwortung mitbringen, um zu zeigen, dass sie so schlecht nicht sind, wie es der derzeitige Tabellenplatz vermuten lässt.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass die Chemie innerhalb der Mannschaft nicht stimme. Wie wollen Sie dem entgegnen?

Engelhardt: Ich habe mir in den ersten Trainingseinheiten noch kein Bild machen können. Sehen Sie es mir bitte nach, dass ich derartige Gerüchte demnach weder bestätigen noch verneinen kann. Wir werden uns jetzt als Trainerteam so schnell wie möglich unsere eigenen Eindrücke machen müssen.

Werden Sie mit dem jetzigen Kader die Runde durchziehen oder müssen in der Winterpause Veränderungen her?

Engelhardt: Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten, denn da spielen einige Faktoren eine entscheidende Rolle: Wie kommen die Mannschaft und ich als neuer Trainer miteinander klar. Vier Langzeitverletzte kehren in der Winterpause zurück in die Mannschaft. Außerdem ist man auch auf abgebende Vereine angewiesen, die ihren Spielern die Freigabe erteilen müssen. Zunächst einmal gilt, dass alle Spieler uneingeschränkt mein Vertrauen genießen.

Die Eppelheimer Mannschaft wird seit drei Jahren personell mit namhaften Spielern ergänzt und zählt vor der Saison regelmäßig zum Kreis der Favoriten. Wie erklären Sie sich, dass die Mannschaft dennoch weit unter ihren Möglichkeiten bleibt?

Engelhardt: Was in der Vergangenheit war, kann und will ich auch nicht beurteilen. Für mich zählt das Hier und Jetzt. Nüchtern betrachtet sprechen die Ergebnisse und Zahlen schlichtweg dafür, dass die individuelle Qualität eines jeden einzelnen Spielers sich nicht auf dem Spielfeld bemerkbar machte.

Für SG-Abteilungsleiter Achim Scharwatt zählt zunächst nur der Klassenerhalt. Welche Ziele haben Sie sich mit der Mannschaft gesteckt?

Engelhardt: Das kann ich nur bestätigen. Ziel ist es, den Klassenerhalt zu schaffen. Dafür werden wir alle, Mannschaft und Trainer, sehr viel investieren müssen und dem gilt es, alles unterzuordnen.

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