Lokalsport

Jugend-Handball Bundesliga HG erwartet Neuling Hochdorf

Duell zweier Auftaktsieger

Der Auftaktsieg von Günzburg ist Geschichte. Auch wenn dessen Trainer Stefan Hofmeister von einem „Kniefall“ sprach. Die Jugend-Bundesliga-Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen wissen vor der anstehenden Partie gegen den TV Hochdorf, dass sie sich auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen dürfen, wollen sie ihr selbstgesetztes Ziel, das Erreichen der „Meisterrunde“, nicht verfehlen.

Für die Trainer, Thomas Herr und Christoph Lahme, steht neben dem erfolgsorientiertem Handball, anderes mit im Fokus, unter anderem die ständige Weiterentwicklung ihrer Spieler.

Hier sah Herr in Bayern gute Ansatzpunkte: „Sehr löblich war, dass die Jungs über die gesamte Spielzeit die Konzentration hoch gehalten haben und unser Ziel, die zwei Punkte aus Günzburg mitzunehmen, nie aus den Augen verloren. Das dies dann so geklappt hat, zeugt von dem sehr guten Teamgeist, der in dieser Mannschaft herrscht.“

Gegner kommt mit Schwung

Aber nicht nur Teamgeist und Konzentration braucht es wohl, um die Pfälzer zu bezwingen. „Diese Mannschaft kommt mit vollem Schwung, viel Elan, will es unbedingt wissen“, bringt Herr sein Fazit aus dem begrenztem Videostudium ein. Die Hochdorfer Newcomer (waren noch nie in der Bundesliga vertreten) hatten letzte Woche das eigentlich favorisierte Göppingen mit 37:30 (18:13) aus ihrer Halle gefegt.

Die dabei gezeigte Euphorie, diesen Wind in den Segeln gilt es, dem Gegner möglichst frühzeitig zu nehmen. Der TVH hatte mit dem Einzug ins Viertelfinale der deutschen Meisterschaft in der B-Jugend gegen Leipzig sich seinen Startplatz in der Bundesliga gesichert, geht dementsprechend überwiegend mit dem jüngeren Jahrgang ins Rennen.

Hochdorf hätte ein „Ausrufezeichen“ gesendet, heißt es von der anderen Rheinseite. Der Auftritt sei in seiner Art und Weise „beeindruckend“ gewesen, „ein Feuerwerk des Jugendhandballs“ kommentierte Jochen Willner von der Rheinpfalz. Die Taktik des TVH, „gleich von Beginn an aggressiv in der Abwehr zur Sache zu gehen, damit der Gegner die Lust verliert“ (Trainer Björn Friedrich), ähnelt der Vorgehensweise der HG. „Über eine gute Abwehrarbeit wollten wir in Günzburg zu leichten Toren via Konter kommen, und wollen es auch jetzt wieder versuchen“, meinte Herr.

Sein Kollege Christoph Lahme, der ebenfalls von dem deutlichen Hochdorfer Ergebnis überrascht war, bringt allerdings noch einige Einschränkungen zur Sprache. „Unsere Vorbereitung war bestenfalls nur suboptimal, da uns weder ausreichend Hallenkapazitäten noch die adäquaten Zeiten diese Woche zur Verfügung standen. Und von dem Video der Hochdorfer gab es nur die erste Halbzeit zu sehen, diese war doppelt hochgeladen worden.“ Mit dem soweit Sichtbaren haben dann er und Herr die Mannschaft soweit es ging, auf den Gegner vorbereitet. mj

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