Lokalsport

Handball-Badenliga TSG Eintracht Plankstadt unterliegt Favorit TSV Birkenau 24:29 (9:16)

Eichhorn: Wir machen viel zu viele Fehler

Archivartikel

Eigentlich hatten die Handballer der TSG Eintracht Plankstadt fast vom Start weg in diesem ungleich erscheinenden Badenliga-Duell gegen den TSV Birkenau keine Chance und verloren praktisch standesgemäß 24:29 (9:16). Doch beim 23:25 (53.) sah es noch gar nicht danach aus.

Gegen die kompakte und stabile 6:0-Deckung der Gäste musste sich der Hausherr zunächst jedes Tor schwer erarbeiten. Und davon gab es zunächst nur wenige. Mit Tempo sollte die gegnerische Abwehr zerrissen werden, aber viel Bälle fanden nicht ihren Abnehmer, landet im Aus oder bei Birkenau, das oft leicht, zu leicht, zu seinen Treffern kam. „Wir haben besonders in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehler begangen“, räumte auch Plankstadts Coach Niels Eichhorn ein. „Damit spielten wir dem TSV direkt in die Karten.“ Und Stephan Verclas, Abteilungsleiter der TSG Eintracht, hatte ausgemacht: „Unsere Jungs haben die Härte, die die Schiedsrichter zuließen, nicht angenommen.“

Die Odenwälder zogen nach dem 4:4 recht locker davon, dennoch legte ihr Trainer Axel Buschsieper beim 5:9 überraschend die Grüne Karte: „Ich wollte wechseln und musste meinen Leuten unbedingt noch etwas sagen.“ Die Dominanz seiner Truppe blieb auch weiterhin gewahrt, obwohl Plankstadt nun offensiver abwehrte, erreichte über 12:20 beim 15:24 (45.) durch Rechtsaußen Philipp Kinscherf ihren Höhepunkt. Dies bedeutete zugleich eine Zäsur im Spiel. Eichhorn hatte seine Leute fast manndeckungsartig weit rausgeschickt. „Damit kommen wir einfach nicht klar“, meinte Kinscherf.

Dem Gastgeber gelang in den nächsten Minuten ein fulminanter Sturmlauf, der erst beim erwähnten 23:25 mit zwei Fehlwürfen ein abruptes Ende fand. Kurioser Höhepunkt war zweifellos das 15:22: Der zurückeilende sehr umsichtige TSV-Spielmacher Gerrit Fey fing einen Plankstadter Pass ab, hechtete in den Kreis und hämmerte das Gerät an seinem Torwart vorbei in die Maschen. „Er dachte wohl, er sei noch im Angriff“, vermutete Kinscherf. Der Schwung im Auftrieb war dahin und der Favorit fuhr routiniert seine Beute ein. „Acht starke Minuten reichen einfach nicht, um solch ein Spiel zu gewinnen“, klang Eichhorn danach ein wenig enttäuscht.

Plankstadt spielt nun zum vierten Mal in Folge vor heimischer Kulisse und hat den TV Hardheim zu Gast.

TSG E: Treiber, Bodenseh; Stadler (3), Maier (6), Pristl (7), Großhans (2), Munz (1), Koffeman (3), Tokur (1), Verclas, Kemptner (1), Schöffel. mj

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