Lokalsport

Handball-Bundesliga Frauen Kurpfalz-Bären in Schwetzingen

Ein Bluff, der keiner ist

Archivartikel

Ist es eine Finte oder lassen die Kurpfalz-Bären ihre Leistungsträgerinnen Saskia Fackel und Samira Brand, die beide zuletzt gefehlt haben, für das Spiel am Samstag gegen den Buxtehuder SV kurzerhand einfliegen? Geht es nach dem Vorbericht des Handball-Bundesligisten aus Ketsch, dann kehren die beiden Spielerinnen in den Kader zurück. Verfolgt man jedoch die sozialen Netzwerke, dann liegt das Duo immer noch am Strand der Dominikanischen Republik und in Mexiko in der Sonne.

Trainerin Katrin Schneider klärt auf: „Unser Pressebär ist in der Vorschau wohl etwas verrutscht. Sie sind erst im darauffolgenden Spiel wieder dabei.“ Schon jetzt wird aber Carmen Moser wieder im Kader stehen. Ob sie aber auch eine Option für die Anfangsformation ist, ließ Schneider offen: „Ich lege großen Wert auf die Trainingsleistung und das möchte ich auch so beibehalten.“ Aber nicht nur im Training, auch im vergangenen Spiel glänzte eine Akteurin ganz besonders: Lara Eckhardt traf 13 Mal und hielt die Bären lange Zeit im Spiel. Am Ende konnte aber auch sie die 28:30-Niederlage bei der Neckarsulmer Sport-Union nicht verhindern (wir berichteten). „Wir haben dort gut gespielt, aber in den entscheidenden Phasen unsere Chancen nicht genutzt und gleichzeitig den Gegner mit eigenen Fehlern zu einfachen Toren gebracht“, wirft die Trainerin einen Blick zurück.

Keine leichte Aufgabe

Die Aufgabe gegen Buxtehude wird nun keinesfalls leichter – zumal die Bären ins Exil in die Schwetzinger Nordstadthalle ausweichen müssen. Aufgrund des Sparkassen-Cups in der Neurotthalle haben die Bären gegen den Tabellenneunten im Grunde das dritte Auswärtsspiel in Folge. „Der BSV spielt einen sehr schnellen und geordneten Handball. Wenn wir es schaffen, ihnen das Tempo zu nehmen und dabei unsere Fehler minimieren, dann sehe ich uns nicht ganz chancenlos“, gibt sich Schneider kämpferisch.

Sie muss womöglich aber auch Leonie Moormann ersetzen. Die Torhüterin hat sich am Rücken verletzt. Nach einem Ohnmachtsanfall bei der Videoanalyse steht auch hinter dem Einsatz von Amelie Möllmann ein Fragezeichen. Schneider gibt aber vorsichtig Entwarnung und scherzt: „Vielleicht war das Videostudium zu langweilig.“ Ihr selbst dürfte es – angesichts des Personalpuzzles – hingegen nicht langweilig werden. mjw

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