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Sportkegeln-Bundesliga Frauen Im Schlussspurt sorgen Hockenheim Martina Lehr und Martina Lamade für den 2646:2607-Derbysieg gegen Eppelheim

Ein ganzer Gebirgszug fällt vom Herzen

Archivartikel

Ob die Rennstadt Hockenheim am Sonntagnachmittag von einem leichten Erdbeben heimgesucht wurde, ist nicht überliefert. Wenn, dann müsste das Epizentrum rund um das VfL-Gelände gewesen sein. Der Grund? Ein schwer erkämpfter 2646:2607-Erfolg der SG DKC/KSC 81 Hockenheim im Derby gegen den DSKC Eppelheim. „Uns ist ein Gebirgszug vom Herzen gefallen, das Rumpeln war deutlich zu spüren“, meinte Pressesprecherin Birgit Kaschta in blumigen Worten.

Dabei sah zunächst Eppelheim wie der Sieger aus. Das Startduo mit Anja Klos und Justine Rupp sorgte für eine Führung von 29 Kegeln. Bei Manuela Hauser auf Hockenheimer Seite fehlte es in die Vollen, sie räumte aber starke 156 Kegel ab. Bei Brigitte Hurst war es umgekehrt, sie hatte 311 in die Vollen, aber nur 121 im Abräumen. Im Mittelpaar bauten Malina Hassert und Lisa Loy (317 in die Vollen) den Vorsprung noch aus, obwohl Rebecca Becker und Lara Hauser einigermaßen dranblieben.

Dennoch betrug der Rückstand für Hockenheims Schlusspaar Martina Lehr und Martina Lamade 50 Kegel. Doch die legten gewaltig los, sodass schon nach den ersten 25 Wurf in die Vollen Gleichstand herrschte. Bei Eppelheim musste Natalie Hafen wegen Rückenproblemen ausscheiden, Natascha Harlacher versuchte noch zu retten, was zu retten war. Letztlich war die Tagesbeste Martina Lehr (471) aber 44 Kegel besser. Martina Lamade (333 in die Vollen) ließ sich ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen und distanzierte Nicole Müller-Stapf, die nicht die nötige Konzentration fand, klar. Die Aufholjagd der Hockenheimerinnen hinterließ bei Eppelheim deutliche Spuren.

An neuen Bahnen gewöhnen

„Ich bin sehr froh“, dass sich nun zwei Spielerinnen auf den neuen Bahnen sehr heimisch fühlen und an ihre gewohnte Leistung heranspielen“, sagte Birgit Kaschta. Sie ist überzeugt, dass die restliche Mannschaft nach einer gewissen Zeit noch nachziehen wird. Die Eppelheimerinnen waren niedergeschlagen. „Wir hatten gehofft, die ersten Auswärtspunkte ergattern zu können, aber leider konnten wir mit dem starken Schlusspaar nicht mehr mithalten“, sagte Natascha Harlacher. Das Gesamtergebnis bezeichnete sie als „enttäuschend.“

SG Hockenheim: M. Hauser 426, Hurst 432, Becker 434, L. Hauser 418, Lehr 471, Lamade 465.

DSKC Eppelheim: Klos 439, Rupp 448, Hassert 422, Loy 451, Hafen/Harlacher 199 + 228 = 427, Müller-Stapf 420.

Vor zwei Jahren hatte Plankstadt bei der DJK/AN Großostheim noch einen Bahnrekord aufgestellt, doch diesmal taten sich die Spielerinnen des Meisters auf den sehr anspruchsvollen Bahnen unheimlich schwer.

Es reichte zwar für einen 2562:2520-Erfolg, aber überzeugend war es nicht. In die Vollen war Großostheim sogar besser, im Abräumen entschied Plankstadt das Spiel. „Auf den Bahnen mit dünnen Kegeln ist nicht viel möglich, aber Hauptsache gewonnen, das zählt“, sagte Yvonne Schränkler, die selbst, vor allem im Abräumen, auch nicht zurecht kam. Stefanie Blach wurde mit 453 Kegeln Tagesbeste. Auch Sirikit Bühler konnte mit 451 zufrieden sein. Bei Sabrina Amtsberg lief es nicht, sie blieb unter 400.

„Ich bin richtig froh, dass wir die zwei Punkte mitnehmen konnten“, meinte Luisa Ebert, die mit ihrem Abräumergebnis zufrieden war, während es in die Vollen „etwas mehr hätte sein können.“ Nach der Spielpause kommt es am 10. November zum Topspiel gegen den unbesiegten Spitzenreiter KSC Mörfelden.

SG Plankstadt: Schränkler 409, Foos 428, Ebert 422, Blach 453, Bühler 451, Amtsberg 399.

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