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2. Fußball-Bundesliga Leistungsträger Aleksandr Zhirov bleibt bis 2023 beim SV Sandhausen

Ein „Kühlschrank“ mit trockenem Humor

Archivartikel

Mikayil Kabaca bezeichnete ihn als „Kühlschrank auf dem Platz“, aber auch als „Spaßvogel in der Kabine“. Sein Cheftrainer Uwe Koschinat mag seinen trockenen Humor, mit dem er seine Mitspieler verzaubert. Gemeint ist von Aleksandr Zhirov. Innenverteidiger, Leistungsträger und seit Mittwoch wohl mindestens bis 2023 beim SV Sandhausen.

Als Zhirov im Juni 2018 vom russischen Club Enisey Krasnoyarsk an den Hardtwald wechselte, war er ein Unikat. Er war der erste Profi, den der SVS aus Russland verpflichtete. Zwar hat Erik Zenga zwei Staatsbürgerschaften, aber der derzeit verletzte Mittelfeldspieler hat bisher noch nie in Russland gespielt. Allerdings half Zenga seinem neuen Mitspieler, Fuß zu fassen. „Das ist nicht einfach, wenn man aus einem komplett anderen Kulturkreis nach Sandhausen kommt“, weiß auch Koschinat. Deswegen lief es aus sportlicher Sicht für den mittlerweile 28-Jährigen zunächst mäßig. In seiner ersten Saison stand er nur 18-mal auf dem Rasen.

„Aber in der schwierigsten Phase, in der uns das Wasser bis zum Hals stand“, erinnert sich Cheftrainer Uwe Koschinat zurück, „hat er ganz stabile, tolle Leistungen gezeigt und deswegen war es nur die logische Folge, dass er im Sommer hinter Dennis Diekmeier zum stellvertretenden Kapitän ernannt wurde.“ Im Sommer gab es wohl Angebote aus Hannover und Stuttgart, doch der 1,93 Meter große Profi, der bisher in allen 15 Spielen auf dem Platz stand, widerstand den Lockrufen der Konkurrenz und entschied sich für einen Verbleib am Hardtwald: „Ich fühle mich sehr wohl in Sandhausen und bin froh, den Schritt gemacht zu haben. Der Verein bringt mir sehr viel Wertschätzung entgegen und wollte mit mir vorzeitig verlängern. Darüber freue ich mich sehr.“

Seine Sprachkenntnisse hat er mittlerweile stark verbessert, sodass er auf dem Platz immer besser Anweisungen geben kann und das wird der Typ der Marke „Kühlschrank“ auch am Sonntag wieder zeigen, wenn der SVS den VfB im „BWT-Stadion am Hardtwald“ begrüßen wird.

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