Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga Cheftrainer Kenan Kocak glaubt an die Qualität des SV Sandhausen, um Arminia Bielefeld zu schlagen

Ein Sieg mit Spaß und Qualität

Wenn sich Otmar Schork passend zu Weihnachten etwas wünschen könnte, dann wären das sechs Punkte aus den beiden letzten Heimspielen des SV Sandhausen (SVS) gegen Arminia Bielefeld (Sonntag, 10. Dezember, 13.30 Uhr) und Holstein Kiel (Sonntag, 17. Dezember, 13.30 Uhr) vor der Winterpause. Der SVS-Geschäftsführer weiß, dass dies bei der ausgeglichenen zweiten Fußball-Bundesliga kein leichtes Unterfangen ist, vertraut jedoch auf die Stärke seiner Mannschaft.

Und auf die setzt auch Sandhausens Cheftrainer Kenan Kocak, wie dieser am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Hardtwald-Stadion vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld deutlich macht. Trotz der jüngsten Ergebnisse werde man sich nicht verrückt machen lassen, sondern weiterhin Gas geben und sich auf die tägliche Arbeit konzentrieren. „Die Jungs ziehen voll mit. Wir müssen uns nur endlich wieder einmal belohnen. Das hat die Mannschaft verdient“, so Kocak. „Die Niederlage in Nürnberg war zwar im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhaft“, ergänzte Allrounder Manuel Stiefler. „Wir haben unsere Fehler per Videoanalyse aber eingehend besprochen und aufgearbeitet.“

Stiefler selbst werde da spielen, wo ihn der Trainer aufstellt. Der 29-Jährige, der nach zwei Kreuzbandrissen in dieser Saison bisher beschwerdefrei blieb und regelmäßig ein individuelles sensomotorisches Training absolviert, damit das auch so bleibt, ist auf nahezu jeder Position einsetzbar, was auch sein Trainer sehr an ihm schätzt: „Stiff ist ein einwandfreier Charakter, der flexibel einsetzbar ist. Ich kann mich immer zu 100 Prozent auf ihn verlassen und es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Solche Profis braucht man.“ Ebenfalls wieder einsatzbereit sind die zuletzt angeschlagenen Nejmeddin Daghfous und Julian Derstroff sowie Lucas Höler und Richard Sukuta-Pasu. Auch Korbinian Vollmann sei wieder komplett belastbar und eventuell schon eine Option gegen Arminia Bielefeld. Für Kapitän Stefan Kulovits, der nach seinem Armbruch zurzeit ein individuelles Reha-Programm durchläuft, komme die Partie aber definitiv noch zu früh.

„Stellen keinen Bus vors Tor“

Angesprochen auf die derzeitige Torflaute beim SVS nahm Kocak seine Mannschaft in Schutz: „Es wäre zu einfach zu sagen, dass unsere Stürmer die Schuld für die wenigen Tore seien. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam als Team. Ich bin zu 100 Prozent von unseren Jungs überzeugt und wenn sie weiterhin so hart an sich arbeiten, wie sie das täglich tun, dann werden sie auch wieder treffen. Die Qualität dafür haben sie.“ Ebenso habe der SVS die Qualität dafür, am Sonntag die „Mannschaft der Stunde“ zu schlagen. Die Arminia kommt als Tabellenfünfter an den Hardtwald, der vergangene Woche den FC St. Pauli mit 5:0 geschlagen hat. „Wir werden am Sonntag keinen Bus vors Tor stellen. Unsere Analysen beziehen sich nicht nur auf das Spiel gegen St. Pauli, sondern auf das Verhalten der gesamten Mannschaft in den letzten Spielen. Wir werden uns wieder einen Plan zurechtlegen“, verspricht Kocak.

Besonders aufpassen müsse man auf die Offensivkräfte Fabian Klos und Andreas Voglsammer. „Die müssen wir in den Griff kriegen. Bielefeld spielt oft auf zweite Bälle nach langen Schlägen in die Spitze und ist nach Standards und beim Umschaltspiel brandgefährlich. Wir haben aber auch die Qualität, zu gewinnen. Und das soll uns am Sonntag mit Spaß und Freude gelingen“, lautet Kocaks Wunsch. mb/kaba

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