Lokalsport

2. Handball-Bundesliga Frauen Ketscher Kurpfalz-Bären empfangen Verfolger TV Beyeröhde / Im Hinspiel hatte es eine Niederlage gegeben

Ein Topspiel – aber nur auf dem Papier

Die Kurpfalz-Bären sind auf dem Weg in Richtung Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga kaum noch aufzuhalten. Grund dafür ist die Tatsache, dass nur zwei der vier Mannschaften, die das Tableau anführen, die Lizenz für das Oberhaus beantragt haben.

Der TV Beyeröhde würde – im Gegensatz zu den Bären – einen möglichen Aufstieg verweigern. Humor haben die TVB-Verantwortlichen jedoch Anfang der Woche bewiesen, als sie auf ihren Social-Media-Kanälen ein Bild mit einer Notiz hochgeladen haben: „Nach turbulenten Wochen hat die Liga einem Eilantrag zugestimmt, sodass der TVB in Richtung Liga eins streben kann.“

Da hätte so manchem Bären-Fan schon das Herz in die Hose rutschen können, doch mit Blick auf den Kalender wiegelte Ketschs Geschäftsführer Adrian Fuladdjusch ruhig ab: „Das ist ein Aprilscherz.“ Bären-Trainerin Katrin Schneider hat sich mit dem veröffentlichten Post erst gar nicht beschäftigt: „Um ehrlich zu sein, habe ich es gar nicht richtig mitbekommen. Ich habe zwei, drei Nachrichten dazu erhalten, aber das war es dann auch.“

Schneider sieht weiter Kampf

Mit der Auflösung ließen sich die Wuppertaler Zeit, doch Fuladdjusch sollte Recht behalten, denn Eilanträge in der Form gibt es nicht und so kämpfen die Bären am morgigen Sonntag (Anwurf: 16 Uhr) zwar auf der Platte gegen Beyeröhde um zwei Punkte, aber nicht direkt um den Aufstieg. Neben Ketsch hat nur Mainz 05 die Lizenz beantragt. Spitzenreiter Buchholz-Rosengarten sieht hingegen von einem Gang ins Oberhaus ab.

Die Bären – aktuell auf Rang zwei – müssen unter den Top drei landen, um aufzusteigen. Die Ausgangslage ist komfortabel. Für Schneider ändert sich dadurch aber nichts: „Aufgrund der Tabellensituation bleibt es ein Kampf um den Aufstieg. Mainz und wir müssen mindestens Dritter werden, um aufzusteigen und uns trennen nur zwei Punkte von Platz vier. Es ist noch alles offen.“ Das sieht auch Rückraumspielerin Carmen Moser so: „Man kann noch nicht von einem sicheren Aufstieg sprechen. Die Situation ist so natürlich ein bisschen leichter, aber jetzt spielen wir gegen die Teams, gegen die es zählt.“ Laut Statuten ist der Vierte nicht berechtigt, aufzusteigen. Stattdessen würde sich die Zahl der Absteiger aus der Bundesliga verringern.

Nach dem deutlichen Sieg gegen Trier (31:22/wir berichteten), der die Übungsleiterin nicht ganz zufriedenstellte, verlief die Trainingswoche bislang sehr gut, „aber so langsam merkt man doch, dass die Saison viel Kraft gekostet hat“, schildert Schneider ihre Eindrücke. Während bei den Bären voraussichtlich alle Spielerinnen fit sein werden, plagen den TVB schon seit Wochen personelle Probleme. Die Mannschaft ist jedoch enger zusammengerückt und zeigt Woche für Woche starke Leistungen.

Fast alles muss besser werden

Das haben die Bären im Hinspiel am eigenen Leib erfahren müssen. Beim TV Beyeröhde haben die Bären damals die bislang höchste Saisonniederlage kassiert. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit gab Ketsch den Vorsprung nach Wiederbeginn aus der Hand und unterlag mit 29:33. Dementsprechend sinnen die Bären auf Revanche, allerdings muss sich für das Erreichen der Zielsetzung einiges, wenn nicht sogar alles ändern, findet Spielmacherin Samira Brand: „Dort hat wirklich gar nichts funktioniert. Wir müssen uns in der Abwehr Sicherheit holen, um den Grundstein für unser schnelles Spiel zu legen.“

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