Lokalsport

Tischtennis-Pokal Große Enttäuschung beim TTC Ketsch

Endstation Viertelfinale

So nahe liegen Freude und Leid beieinander. Eine Woche zuvor hatten die Frauen des TTC Ketsch den Aufstieg in die Tischtennis-Oberliga gefeiert, nun wollte der badische Pokalsieger der Damen-A die erfolgreiche Saison krönen und bei den deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen in Baiersbronn eine Medaille gewinnen. 100 Mannschaften in sechs Klassen nahmen an diesem Wettbewerb teil.

Die ersten beiden Gegner der Ketscherinnen waren eher leichter Natur. Gegen die TTSG Urania Bramfeld siegten Melanie Berger, Jasmina Simon und Kathrin Thome 4:0, nur im Doppel von Simon/Thome ging es mit 3:2 knapp zu. Da Kathrin Thome am Freitag arbeiten musste, kam Lisa Prautzsch zum Einsatz und machte ihre Sache gut. Bad Honnef war aber auch kein Maßstab und gewann keinen Satz.

Der erste richtige Prüfstein nach den beiden 4:0-Siegen war dann der bisherige Badenliga-Konkurrent TV St. Georgen. Hier trumpfte Melanie Berger groß auf und siegte gegen die starken Nathalie Obergfell und Jasmin Kaufmann jeweils 3:2. „Melli hat sich in beide Partien regelrecht reingebissen, sie will und kann einfach nicht verlieren“, meinte Jasmina Simon schmunzelnd und bewundernd zugleich. Sie selbst verlor 1:3 gegen Kaufmann, umso wichtiger war das 3:1 von Lisa Prautzsch gegen Obergfell. „Lisa hat das ganz stark gemacht, wenn sie gesund bleibt, wird sie nächste Saison eine ganz wichtige Rolle für uns spielen“, lobte Jasmina Simon.

Nach Spielerfete topfit

Mit drei Siegen im Rücken ging es zur Spielerfete. Die Ketscherinnen schlugen dort nicht über die Stränge und waren auch im letzten Gruppenspiel am Samstagmorgen gegen Darmstadt 98 topfit. Die Südhessinnen hatten mit Suzan Okur eine ganz starke Nummer eins, die Berger im ersten Einzel keine Chance ließ. Thome und Simon schafften jedoch zwei sichere Siege, die Vorentscheidung fiel dann in einem äußerst hart umkämpften Doppel durch Berger/Simon.

Nach Thomes 0:3 gegen Okur machte Berger mit 3:1 gegen Eichel das 4:2 perfekt. Mit vier Erfolgen war der Gruppensieg klar. „Das haben wir bei nun vier Teilnahmen an den Pokalmeisterschaften noch nie geschafft“, freute sich Simon, sie und ihr Team erwarteten nun einen nicht ganz so starken Gruppenzweiten. Doch es kam anders. Durch unerwartete Ergebnisse in der Gruppe eins wurde das vermeintliche stärkste Team überhaupt, der RSV Braunschweig, nur Gruppenzweiter.

Den stärksten Gegner erwischt

Dadurch traf Ketsch auf Braunschweig, das viel stärker als die anderen Gruppenzweiten war. Kein Losglück also für den TTC, der dennoch stark startete und durch Melanie Berger mit 1:0 in Führung. Sie schlug Sophia Konrad mit 3:2. Dann verlor Simon in einem hochklassigen Spiel 2:3 gegen Laura Konradt. Beim 7:7 im fünften Satz kassierte Simon einen Netzball und machte danach keinen Punkt mehr. Kathrin Thome kam gegen Braunschweigs Nummer drei, Sophie Hajok, gar nicht ins Spiel (0:3), so dass dem Doppel größte Bedeutung zukam.

Der Start gelang Berger/Thome mit 11:3 vorzüglich, in den folgenden Sätzen verließ die Ketscherinnen das Glück. Mit einem 1:3-Rückstand ging Berger gegen die Braunschweiger Nummer eins, Laura Konrad, an den Tisch. Sie gab alles, doch es reichte nicht. Beim Zwischenstand von 1:1 vergab sie eine 10:4-Führung und verlor noch 11:13, dann glich sie mit 14:12 aus, um im fünften Satz wie auch Simon 7:11 zu verlieren. Mit 1:4 war das Aus besiegelt. Der Medaillentraum war ausgeträumt. „Wir waren unglaublich enttäuscht und haben uns total mies gefühlt“, berichtete Jasmina Simon, „wir hatten nie bessere Chancen als dieses Jahr.“

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