Lokalsport

2. Handball-Bundesliga Frauen Ketscher Kurpfalz-Bären behaupten nach dem 29:23-Heimsieg gegen Hannover-Badenstedt die Tabellenführung

Ergebnis passt - die Leistung weniger

Da haben sich die Ketscher Kurpfalz-Bären wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Doch am Ende zählt das Ergebnis und das spricht für den Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga, der gegen die HSG Hannover-Badenstedt mit 29:23 (13:12) gewann. Das Motto im Bären-Lager lautet also: Pflicht erfüllt - mehr aber auch nicht. "Ich bin mit unserer eigenen Leistung nicht zufrieden", sagte die weiterhin an der Schulter verletzte Spielertrainierin Katrin Schneider, "die Partie war sehr zerfahren, aber wir haben gewonnen, wir sind im Soll."

Einfach machte es der Gast aus Niedersachsen den Bären aber nicht - im Gegenteil: Ketsch hatte in der Anfangsphase große Probleme. Hannover-Badenstedt legte mit 4:2 (6.) vor, während der Spitzenreiter nicht in Tritt kam: Da landeten Pässe im Seitenaus oder beim Gegner, freie Würfe wurden vertändelt oder technische Fehler gemacht. Es wirkte fast ein bisschen ideenlos, was die Bären in dieser Phase gegen die kompakte 6:0-Deckung zeigten.

Ein Doppelpack von Lena Feiniler und ein Treffer von Carmen Moser sowie einige Paraden von Sabine Stockhorst sorgten dafür, dass Ketsch in Schlagdistanz blieb. Schneider gefiel das, was sie sah aber nicht. Sie justierte nach und brachte frische Kräfte. Gleich im ersten Angriff nach ihrer Einwechslung traf Saskia Fackel zum 8:9. Feiniler glich erstmalig seit dem 1:1 aus, ehe Sophia Sommerrock die erste Führung für die Gastgeberinnen erzielte. Die gaben sie auch nur noch einmal aus der Hand: Kurz nach Wiederbeginn traf Natasha Ahrens zum 14:13.

Das war es dann aber mit der Aufbäumen der Hannoveranerinnen, denn es schien so, als hätte die HSG mit ihren schwindenden Kräften zu kämpfen. Das Angriffsspiel wirkte viel behäbiger als noch vor der Pause. Auch fand Mieke Düvel, die 2014 mit der A-Jugend von Hannover-Badenstedt im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft gegen Rebecca Engelhardt, Elena Fabritz und Co. gewonnen hatte, überhaupt nicht ins Spiel. Gäste-Trainer Roland Friebe reagierte und nahm eine Auszeit, jedoch ohne Erfolg. Carmen Moser traf zur ersten Vier-Tore-Führung für Ketsch. Aber noch ließ sich die HSG nicht abschütteln. Nach dem 25:21 durch Fackel ließen die Bären dann aber wirklich nichts mehr anbrennen.

HSG geht die Kraft aus

Die HSG war lange Zeit auf Augenhöhe, letztendlich verpasste sie aber den Coup in der Ketscher Neurotthalle - zum Ärger von Friebe: "Wir haben uns die Chance genommen, ein gutes Ergebnis mitzunehmen. Wir waren drauf und dran, hier etwas Zählbares zu holen, aber am Ende hat uns die Kraft gefehlt." Bären-Spielerin Sophia Sommerrock sagte: "Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme mit den Einläufern. Erst nach der Umstellung haben wir das im Griff gehabt und sind besser reingekommen. Ich denke, am Ende geht der Sieg in Ordnung."

Jetzt sind die Bären erst einmal eine Woche spielfrei. Doch eine richtige Pause wird es für einige Spielerinnen nicht geben, sie werden bei der zweiten Mannschaft in der 3. Liga zum Einsatz kommen. Dann will Ketsch am Sonntag, 26. November, die Tabellenführung bei der SG Kirchhof behaupten.

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