Lokalsport

Jugend-Bundesliga Handball Derby bei der HG geht mit 23:20 an die Rhein-Neckar-Löwen

Erneut ungenügende Wurfausbeute

Die HG Oftersheim/Schwetzingen wollte den Rhein-Neckar-Löwen, einem der großen Favoriten in der Jugend-Bundesliga Handball, die Stirn bieten, und ihnen möglichst auch Punkte abluchsen. Während Ersteres über fast die gesamte Spielzeit gelang, bliebt dem Gastgeber beim 20:23 (10:13) Letzteres verwehrt. Ansonsten wurde den zahlreichen Zuschauern in der gut gefüllten Oftersheimer Karl-Frei-Halle packender, fairer Derbysport geboten.

Es war einmal mehr die dann doch ungenügende Chancenverwertung, mit der die Heimmannschaft sich selbst im Wege stand. Nicht nur, dass etliche Bälle im Hintertornetz einschlugen oder leichte Beute von Keeper David Späth wurden. Auch die so genannten „Freien“ bei Kontern oder vom Kreis wurden vergeben, manchmal wurde einfach auch zu früh und unvorbereitet abgeschlossen. Und dies begann quasi schon mit dem Anpfiff. So dauerte es satte zwölf Minuten und eine Auszeit, bis der zweite Treffer erzielt war. Schließlich stand dem Oftersheim/Schwetzinger Vorwärtsdrang ein massives 6:0-Bollwerk mit vier regelrechten Brocken im Deckungszentrum entgegen. HG-Coach hatte nun den Angriff mit dem siebten Feldspieler angeordnet, brachte einen zweiten Kreisläufer und behielt die fast bis zum Ende bei.

Faden geht verloren

In der folgenden Phase dürfte er mit der Wurfausbeute seiner Leute zufrieden gewesen sein, auch die Abwehr stand meist recht stabil. Mit 4:5 war der Anschluss hergestellt, blieb mit Schwankungen bis kurz vor der Halbzeit gewahrt (9:10). Pausenübergreifend ging dann der berühmte Faden wieder einmal verloren. Der Gast setzte sich klar ab und zehrte bis zum Ende von diesem Vorsprung. Symptomatisch die letzten fast zehn Minuten: Nach dem 16:22-Treffer ins leere HG-Tor hielt Philipp Grab praktisch alles fest, was seine Vorderleute noch durchließen. Grab war für einen Siebenmeter kurz nach dem Seitenwechsel gekommen, parierte diesen und Florian Steinbach räumte sofort seinem Platz im Kasten für den noch B-Jugendlichen, der diese Geste mit einer extrem guten Leistung dankte.

Doch nicht alle erkämpfte Bälle wollten nach Raul Seidenfuß‘ Tempogegenstoß und einem Rückraumwurf von Till Nasgowitz Richtung gegnerisches Tor. Erst kassierte die Bank Gelb, die vorstürmende Mannschaft verlor damit ihren vielversprechenden Ballbesitz. Ein parierter Wurf kam dann nichtr an, ein Gegenstoß nach Balleroberung fand keinen krönenden Abschluss, ein anderer finaler Pass landete im Seitenaus. Erst in der letzten Zeigerumdrehung vermochten Nasgowitz und Yannik Polifka weiter zu verkürzen (20:22), aber da war es schon zu spät für mehr.

HG: Steinbach, Grab; Zacharias (2), Schleidweiler, Seidenfuß (2), S. Beck (6/4), Kern (1), Clarius (2), Trunk, Haase, Nasgowitz (2), Thüre (2), Po-lifka (3).

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