Lokalsport

Sportkegeln-Bundesliga Vollkugelclub wieder auf Rekordjagd / Drei Rekorde in Neustadt / Bundesliga-Debüt für Jens Petri

Erste Saisonniederlage für Frei Holz Plankstadt

Archivartikel

Mit gleich drei Rekorden wartete der VKC Eppelheim bei seinem Gastspiel in Neustadt auf. Neuling PSV Franken Neustadt hatte beim 5688:5941 keine Chance und wird in dieser Verfassung mit Sicherheit absteigen. Der VKC verbesserte auch ohne den urlaubenden Marlo Bühler den eigenen Mannschaftsbahnrekord, die Einzelbahnbestmarke steigerte zunächst Daniel Aubelj auf 1029, ehe Lars Ebert direkt 1037 Kegel folgen ließ.

„Wir haben über 2100 Kegel abgeräumt, das ist auf diesen Bahnen sehr gut“, freute sich Trainer Matthias Ebert und wollte trotz der 15 Fehler seiner Mannschaft nicht meckern. Lange Zeit sah es so aus, als wenn der Tabellenführer auch die 6000 Kegel würde angreifen können. Nach den beiden Tausendern von Aubelj und Ebert war auch Jürgen Cartharius lange Zeit auf Kurs. Cartharius hatte Pech, er spielt im letzten Wurf eine Acht, ein Neuner hätte ihm den Tausender gebracht. Tobias Lacher hatte zwei schwächere Bahnen und blieb daher dreistellig. Bei Jan Jacobsen und Gunther Dittkuhn war angesichts des klaren Vorsprungs von fast 280 Kegeln ein bisschen die Luft raus, so dass es bei ihnen bei soliden Ergebnissen blieb. Der 43. Bundesligasieg in Folge ist eingetütet. Die Zahl 50 ist schon ein wenig in den Hinterköpfen, wie Matthias Ebert zugab, dennoch denke man weiter von Spiel zu Spiel.

VKC Eppelheim: Aubelj 1029, Ebert 1037, Cartharius 999, Lacher 983, Jacobsen 941, Dittkuhn 952.

Ist das Glück Sandhausen hold?

Frei Holz Plankstadt kassierte nach mäßiger Leistung mit 5621:5658 bei Gut Holz/Grün-Weiß Sandhausen die erste Saisonniederlage. „In einem ausgeglichenen Spiel auf Augenhöhe gewann am Ende der Glücklichere“, meinte Sportwart Andreas Tippl. Die Sandhäuser haben zu Hause schon deutlich stärker gespielt, so dass Frei Holz die Gunst der Stunde durchaus hätten nutzen können.

Jens Mergenthaler fiel kurzfristig aus, für ihn begann Jörg Schneider im Starttrio. Sandhausen legte eine gute Startbahn hin, sodass Frei Holz gleich mit 53 Kegeln in Rückstand geriet. Doch Andreas Tippl, Manfred Lorenz und Jörg Schneider ließen sich nicht unterkriegen und holten sich Kegel um Kegel zurück, dadurch stand am Ende des Starttrios ein Plus von 23 Kegeln zu Buche.

Auch im Schlusstrio legte Sandhausen los wie die Feuerwehr. Mit den Ergebnissen von 260, 263 und 258 konnte lediglich Thomas Hörner (260) mithalten. Jens Petri und Zirnstein verloren deutlich an Boden und Plankstadt lag wieder mit 50 Kegeln im Rückstand. Petri feierte sein Bundesliga-Debüt. Der frühere Verbandsligaspieler von Rot-Weiß Walldorf hatte aus familiären Gründen pausiert und fand kurz vor Saisonbeginn den Weg nach Plankstadt, da er ein Arbeitskollege von Rainer Nord ist. „Er hat in den ersten beiden Spielen der zweiten Mannschaft überzeugt und hat daher seine Chance bekommen“, meinte Tippl.

Im weiteren Spielverlauf gelang es den Gästen im Spiel auf die Vollen wieder ran zu kommen doch das gute Vollenspiel konnte im Abräumen nicht mehr umgesetzt werden.

Ein entscheidender Vorteil für Sandhausen war, dass fast alle eine sehr starke Kugel spielen und dadurch der eine oder andere Kegel mehr umfällt, was bei Plankstadts Spielern eher nicht der Fall ist. „Wir hätten das Spiel nicht verlieren müssen, doch wir waren stellenweise nicht in der Lage, uns auf die nicht leicht zu spielenden Plattenbahnen einzustellen“, resümierte Trainer Boris Butzbach.

Frei Holz Plankstadt: Tippl 950, Lorenz 890, J. Schneider 942, Hörner 954, Petri 909, Zirnstein 976.

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