Lokalsport

Handball im Verband Beim Auf- und Abstieg sind noch verschiedene Konstellationen möglich

Es bleiben viele Fragezeichen

Archivartikel

Beinahe wöchentlich aktualisieren die Spielleiter der badischen Handball-Klassen, Harry Sauer und Markus Münch, ihre Erläuterungen zu den aktuellen Auf- und Abstiegsszenarien – immer unter der Prämisse, dass diesem Zeitpunkt schon Rundenschluss wäre. Da es aber in vielen Spielklassen noch sehr eng zugeht, sind derzeit keine allzu konkreten Aussagen möglich.

So hängt die zukünftige Mannschaftseinteilung im badischen Bereich (BHV) auch davon ab, welche Teams aus den 3. Ligen runterkommen, wie viele davon dem Bereich der baden-württembergischen Oberliga zugeordnet sind und welche hiesigen Vereine absteigen. Aber auch der Erfolg bei den verschiedenen Aufstiegsrelegationen, Rückzüge und mögliche Lizenzverweigerungen spielen bei den Überlegungen eine Rolle.

HG könnte ausgelagert werden

In der Südstaffel der 3. Liga spielen zwölf Teams aus Baden-Württemberg, zwei weitere sind in der Ostgruppe beheimatet. Aus der Zweitklassigkeit könnte noch Konstanz hinzustoßen, aus der Oberliga (BWOL) würden zwei aufsteigen – zum derzeitigen Stand Sandweier und Pforzheim/Eutingen. Aber auch Herrenberg, Willstätt und andere haben bei der Titelvergabe noch ein gewichtiges Wort mitzureden. Das wären dann 17 Mannschaften, wobei Köndringen/Teningen ziemlich sicher aus der 3. Liga absteigt, Neuhausen/Erms oder Oppenweiler/Backnang möglicherweise. Oder es erwischt einen oder zwei Pfälzer Vereine. Diese Konstellation deutet darauf hin, dass baden-württembergische Teams wieder in eine andere Staffel eingruppiert werden könnten, eventuell trifft es sogar die HG Oftersheim/Schwetzingen.

In der Oberliga jenseits des Rheins (RPS) hat aktuell VT Zweibrücken die Nase vorne. In Bayern steht der fränkische TV Bruck kurz vor dem Meistertitel, hat ebenfalls Lust auf Drittklassigkeit, wäre aber wohl ein Kandidat für den Osten.

Auf Viernheim kommt’s an

Die BWOL würden vier bis fünf Mannschaften – je nachdem wie der Drittliga-Abstiegskampf verläuft – verlassen. Neben Viernheim (kann sich noch retten) ist aus dem badischen Verbandsgebiet nur Pforzheim/Eutingen vertreten, aber die Spielgemeinschaft kämpft ja um den Aufstieg mit. Deshalb gibt es diese Saison definitiv nur einen Badenliga-Absteiger. Dies wäre momentan die TG Eggenstein, aber Friedrichsfeld, St. Leon/Reilingen, Hardheim und Hockenheim gelten eher mehr als weniger latent gefährdet. Heddesheim steht inzwischen mit einem Fuß schon in der Oberliga. Wiesloch, Neuenbürg und die SG Heidelsheim/Helmsheim kämpfen um den Relegationsplatz. Hier gibt es mit dem südbadischen Zweiten und Württembergs Dritten einen weiteren neuen Oberligisten.

Packt Viernheim den Klassenerhalt, darf die Verbandsliga einen zusätzlichen neuen Badenligisten entsenden. Das erhöht die Chancen auf die Plankstädter Rückkehr ins badische Oberhaus, der Verein ist bei einem Punkt Vorsprung auf den TSV Rot aber noch nicht sicher Meister. Dossenheim (drei Zähler Rückstand) liegt ebenfalls in Lauerstellung. Dieses Szenario gilt auch, wenn der badische Vertreter die Oberliga-Relegation gewinnt. Treten beide Fälle gleichzeitig ein, darf auch der Verbandsliga-Dritte aufsteigen. Entsprechend würden Vereine aus der Landesliga nachrücken, dort reduziert sich dann gegebenenfalls die Anzahl der Absteiger.

Wiedersehen mit Christoph Kaiser?

Sicherer Absteiger in den Kreis ist Landesligist TV Schriesheim, der schon vor Rundenbeginn ausgestiegen ist. Möglicherweise trifft es auch noch Friedrichsfeld II, Wiesloch II, Viernheim II oder den SV Waldhof. In der 1. Mannheimer Kreisliga hat der TV Brühl (gefolgt von Plankstadt II) derzeit die besten Karten, die Landesliga zu erreichen. Die Heidelberger würden Rot II schicken (Nußloch II wäre auch noch eine Option). Der TV Mosbach mit dem Oftersheimer Christoph Kaiser hat in der württembergischen Bezirksliga Heilbronn-Franken derzeit den zweiten Platz inne. Dieser berechtigt den TVM als BHV-Mitglied, Landesliga zu spielen – Mosbach möchte dieses Ziel auch erreichen.

Nur ein Team leicht gefährdet

Für die Frauen-Spielklassen wird fast analog verfahren. Nur ist hier das maximale Abstiegspotenzial aus der Oberliga auf vier Mannschaften begrenzt. Die BWOL müsste aus der Oststaffel der 3. Liga wieder den TSV Birkenau aufnehmen, dessen Abstieg besiegelt ist. In der BWOL ist eigentlich nur Heidelsheim/Helmsheim als BHV-Team leicht gefährdet. Nußloch und eventuell Wiesloch würden wohl dann auf BW-Ebene spielen. Aus dem Bereich Neckar-Odenwald-Tauber wird aktuell kein neuer Landesligist gemeldet werden.

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