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Fußball Kostenlose Ausbildung für Schiedsrichter-Neulinge / Kurs startet im September in Neckarau / Patensystem bewährt sich

Frauen an der Pfeife sind ausdrücklich erwünscht

Archivartikel

Der nächste Neulingslehrgang für Schiedsrichter startet am Dienstag, 3. September, beim TSV Neckarau. Die kostenlose Ausbildung vermittelt in Theorie und Praxis bei Präsenzterminen und E-Learning die Grundlagen der Spielleitung. Anschließend geht es direkt in der Praxisphase auf dem Platz weiter, begleitet von erfahrenen Paten.

„Der Spielbetrieb braucht euch“, ruft Ivo Leonhardt, Schiedsrichter-Obmann im Kreis Mannheim, auf. Es gibt aber noch weitaus mehr Gründe Schiedsrichter zu werden, erklären die Mannheimer Sieger der Aktion „Danke, Schiri“: „Es ist ein anspruchsvolles und sinnvolles Hobby, das körperlich und geistig fit hält. Man entwickelt sich als Mensch weiter“, betont Meike Weichselmann. Schon deutlich länger an der Pfeife aktiv ist ihr Kollege Franz Gaab: „Durch das Pfeifen habe ich gelernt, mich durchzusetzen. Außerdem war es mir immer ein Anliegen, Jung und Alt wichtige Werte wie Fairness zu vermitteln.“

Eine der besten Entscheidungen

Arthur Mounchili Njoya räumt ein, man müsse als Schiedsrichter seine Komfortzone verlassen. „Genau das aber ist die Herausforderung. Rückblickend war der Schritt, Schiedsrichter zu werden, eine meiner besten Entscheidungen.“

Diese vier und die rund 170 weiteren aktiven Schiedsrichter in Mannheim freuen sich auf neue Kollegen. Der Weg dorthin führt zunächst durch die theoretische Ausbildung. An fünf Präsenzterminen zwischen dem 3. und 13. September vermitteln die Referenten die Grundlagen der Spielleitung, vom Organisatorischen über die Fußballregeln bis hin zum Verhalten in Konfliktsituationen. Dazwischen lernen und vertiefen die Teilnehmer selbstständig per E-Learning am Handy oder PC. Der Lehrgang schließt mit der Theorieprüfung ab.

Anschließend startet die Praxisphase, während der die Neulinge das Gelernte bei Jugendspielen anwenden. Dabei werden sie von erfahrenen Kollegen als Paten begleitet, gecoacht und unterstützt. „Die Paten sind am Anfang extrem wichtig. Die Neulinge sind nicht allein, werden langsam an die Praxis herangeführt und sammeln die nötige Erfahrung und Selbstsicherheit, um später alleine zu pfeifen“, erklärt Lehrwart Fabian Ebert. Ebenso wie das Patensystem habe es sich bewährt, beim jungen Schiedsrichter-Nachwuchs die Eltern von Anfang an mit einzubeziehen. Daher startet der Lehrgang mit einem Elternabend, bei einem weiteren Treffen lernen sich Schiris, Eltern und Paten kennen. „Die Eltern sollen wissen, dass ihre Kinder bei uns in guten Händen sind“, sagt Ebert.

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