Lokalsport

Fußball-Verbandsliga SV 98 Schwetzingen fertigt Nachbarn SG Kirchheim mit 9:3 ab

Frust von der Seele geschossen

Wenn nicht jetzt, wann dann? Das dachte sich Fußball-Verbandsligist SV 98 Schwetzingen vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten SG Kirchheim, dem einzigen Team der Liga, das bisher noch keine Begegnungen gewonnen hat. Mit 9:3 (4:0) nahm der SV 98 gestern erfolgreich Revanche für die im Frühjahr erlittene 0:4-Heimpleite im Pokalwettbewerb.

In den ersten zehn Minuten hielt die SGK noch einigermaßen mit, doch als sich Christoph Jüllich bereits früh als Dosenöffner betätigte (11.), wirkten die Gäste in der Folgezeit überfordert. Nach guter Vorarbeit von Malek Örum ließ der aufgerückte SV-98-Abwehrchef Matteo Dorn mit einem Volleyschuss das 2:0 folgen (13.). Edmand Osmanaj, der erneut in der Sturmspitze aufgeboten war, vergab in aussichtsreicher Position zwei weitere gute Chancen. Wenig später machte er es aber mit einem gekonnten Heber besser und erhöhte auf 3:0 (34.). Noch vor dem Seitenwechsel gelang Burak Cavdaro mit einem platzierten Freistoßtor das 4:0.

Auch nach der Pause setzte der Gastgeber seinen Torreigen fort und Alessandro Scalia durfte sich nach einer gelungenen Einzelleistung mit seinem Treffer zum 5:0 ebenfalls in die Torschützenliste eintragen (50.). Weitere Tormöglichkeiten durch Jüllich und Patrick Berecko vereitelte der beste Mann der Gäste, Torhüter Lars Lichtenberger. Eine Unachtsamkeit in der SV-98-Abwehr nutze Lukas Can zum 1:5 Anschlusstreffer für die SGK. (63.). „Lassen wir uns so ein Ei ins Nest legen“, meckerte der Schwetzinger Trainer Gernot Jüllich und musste sich in der Folgezeit über zwei weitere Tore der Kirchheimer ärgern. Doch zunächst durfte er sich über den Auftritt von Patrick Hocker freuen, dem in der (59., 60. und 77.) ein Hattrick gelang und das Ergebnis für den Gastgeber auf 9:1 hochschraubte.

Zuvor hatte der eingewechselte Thomas Can mit einem sehenswerten Freistoßtor das 8:1 (69.) erzielt. Nach den bisher fünf sieglosen Partien des SV 98 schnaufte der Schwetzinger Trainer erst einmal richtig durch und fand trotz des Erfolges ein Haar in der Suppe: „Die drei Gegentore ärgern mich maßlos. Ansonsten war ich mit dem Auftritt und der Torausbeute zufrieden.“

Raimund Lietzau, der Trainer des SV 98 zu Oberligazeiten, der mit seiner Frau Mathilde dem Spiel beiwohnte, sagte: „Ein verdienter Sieg, allerdings gegen einen ganz schwachen Gegner. Was ist nur aus dem einst so glorreichen Verein geworden.“ In dieselbe Kerbe schlug auch Siegfried Kollmar, der in Schwetzingen wohnende ehemalige Trainer der Kirchheimer: „Ich verfolge mit Sorge den Weg meines Heimatvereins, die in dieser Saison keine verbandsligataugliche Mannschaft besitzt. Wenn die Verantwortlichen im Verein in der Winterpause nichts unternehmen, dann ist Kirchheim ein sicherer Absteiger.“

Der SV 98 bleibt trotz des Sieges auf dem Abstiegsrelegationsplatz stehen und hat jetzt in Durlach-Aue und in Mutschelbach zwei schwere Auswärtsspiele in Folge vor der Brust.

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