Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SV Sandhausen hadert mit dem 0:0

Für den Aufwand wieder nicht belohnt

Wo könnte der SV Sandhausen in der 2. Fußball-Bundesliga stehen, wenn er sich für seinen hohen Aufwand in den Spielen belohnen würde? Wahrscheinlich noch viel weiter oben. Aber auch so ist der SVS im Soll: Der siebte Platz ist mehr als ordentlich. „Wenn man sieht, wie viele Verletzte wir im Moment zu beklagen haben, ist es ein Wahnsinn, was die Mannschaft dennoch leistet”, lobte Präsident Jürgen Machmeier.

Das Manko beim 0:0 gegen Braunschweig war schnell analysiert. „Wenn wir die Tore nicht machen, können wir zwangsläufig keine Spiele gewinnen. Wir hatten uns heute deutlich mehr vorgenommen und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Derzeit kann man uns leistungsmäßig wenig vorwerfen, wir müssen uns nur dafür belohnen“, sagte Denis Linsmayer, der in der 19. Minute eine gute Chance nach einem Freistoß vergab. Der Linsmayer-Versuch war aber ganz sicher nicht die größte Möglichkeit, die der SVS ausließ. Gegen Spielende hatten Richard Sukuta-Pasu und José-Pierre Vunguidica die Führung auf dem Fuß. Insgesamt ließen beide Mannschaften aber wenig zu. Dieser Verlauf war aber schon im Vorfeld zu erwarten, denn mit Sandhausen traf die beste Abwehr der Liga auf die drittbeste. „Bei dieser Ausgangslage muss man eben die wenigen Chancen die man hat, nutzen”, wusste auch Trainer Kenan Kocak, woran es hakte.

„Rote Teufel“ im Blick

Das lag mitunter auch daran, dass mit Rúrik Gíslason ein gelernter Stürmer in der defensiven Viererkette aushelfen musste. Der Isländer ersetzte Philipp Klingmann, der sich nach seinem Schädelbruch auf dem Weg der Besserung befindet. Der 29-Jährige wird in dieser Saison aber nicht mehr für Sandhausen auflaufen. Glücklicherweise wurde Linksverteidiger Leart Paqarada wieder rechtzeitig fit. Ansonsten wäre die Personaldecke in der Defensive sehr dünn geworden.

Und zum ersten Mal geht der Blick der Sandhäuser Akteure in Richtung Relegationsplatz. Denn durch den Sieg des 1. FC Kaiserslautern gegen Holstein Kiel (3:1) hätte Sandhausen auf zwei Punkte heranrücken können. „Leider haben wir die Steilvorlage nicht nutzen können“, sagte Linsmayer.

Gegen die „Roten Teufel“ spielen die Schwarz-Weißen am Freitag, 16. Februar, 18.30 Uhr. Einfach wird die Aufgabe nicht, denn nach dem Trainerwechsel haben die Pfälzer Selbstvertrauen getankt. Aber die Marschroute des SVS klar: „Jetzt geht es gut gerüstet zum Betzenberg. Wir sind guten Mutes, dort etwas Zählbares mitzunehmen“, sagte Geschäftsführer Otmar Schork. Gelingt das, dann wird Rang drei auch weiterhin ein Thema am Hardtwald bleiben.

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