Lokalsport

Frauen-Handball Ketscher Junior-Bären möchten in Kandel Abstiegsgefahr bannen / Gastgeber steigen freiwillig in Pfalzliga ab

Für Fuladdjusch nicht zuletzt eine Sache des Kopfes

Archivartikel

In der Drittliga-Begegnung der Ketscher Junior-Bären in Kandel (Samstag, 18 Uhr) kann erneut als eine Partie bezeichnet werden, in der nur ein Sieg zählen sollte. Der Pfälzer TSV rangiert einen Zähler hinter den Handballerinnen aus Ketsch. Mit einem Erfolg könnte die Abstiegsgefahr schon fast restlos gebannt werden – zumal der Konkurrenz schwere Partien bevorstehen.

Da das Zweitliga-Team erneut spielfrei ist, dürfte das Personalreservoir gut aufgefüllt sein, lediglich Anastasija Klacar ist noch verletzt. Doch die Bären sollten sich vor den Stacheln der Kandeler Bienen hüten. Das Team des TSV ist von einigen ehemaligen TSG-Spielerinnen durchsetzt, die gerne umtriebig ausschwärmen und zustechen würden.

Vor Ostern gaben die Kandeler Verantwortlichen allerdings schon bekannt, dass das Team (aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz) auf jeden Fall die Drittklassigkeit verlässt und zwei Etagen tiefer in der Pfalzliga einen Neuaufbau anstrebt. Wohl mit ein Grund, warum dann auch Trainer Eyub Erden (früherer Coach der Männer von HG Oftersheim/Schwetzingen) das sinkende Schiff verlassen wollte, jetzt aber ankündigte, doch zu bleiben. „Es ist eine große Herausforderung, gerade für den Kopf, nach den Pressemitteilungen über einen freiwilligen Abstieg von Kandel. Wir werden mit der bestmöglichen Besetzung antreten, um die Punkte zu sichern“, kündigte TSG-Trainer Adrian Fuladdjusch an.

Die HSG St. Leon/Reilingen erwartet mit der SG Muggensturm/Kuppenheim einen Abstiegskandidaten und könnte sich mit einem Erfolg in der oberen Tabellenhälfte der Oberliga behaupten.

Ein Heimspiel gibt es auch für Badenligist HG Oftersheim/Schwetzingen. Auf seiner Abschiedsrunde würde HG-Coach Klaus Braun, der nach Saisonende ja bekanntlich sein Amt abgibt (wir berichteten), gerne einen weiteren Sieg einfahren und die Zeichen dafür stehen gut.

A-Juniorinnen fehlen

Der TV Brühl ist derweil (Sonntag, 15.30 Uhr) Gast der SG Heddesheim, die zuletzt eine erstaunliche Entwicklung erfahren hat. Deren Trainer, der Schwetzinger Branko Dojcak, kann es kaum glauben, „dass ich mit meiner Truppe bis auf den dritten Platz vorgestoßen bin“. Diesen würde er gerne behaupten. Sein alter Kumpel Braun würde ihm diesen gerne abluchsen, steht Oftersheim/Schwetzingen doch nur einen Zähler hinter der SGH. So wird dafür von seiner Seite auf etwas Nachbarschaftshilfe von Brühl gehofft. Doch damit könnte es eher schlecht aussehen. Erschwert wird das Brühler Gastspiel in Heddesheim durch die Tatsache, dass die A-Jugendspielerinnen nicht mit dabei sind. Sie treten praktisch zeitgleich im Baden-Württemberg-Pokal in Kornwestheim an. Eine vom TVB beantragte Spielverlegung auf Samstag fand keine Zustimmung. Brühl wird wohl mit einer Rumpfformation antreten müssen. Auch Trainer Franz-Josef Höly wird fehlen, der ebenfalls vor den Toren Stuttgarts weilt.

Die HSG St. Leon/Reilingen II steht aktuell auf Platz 2 (nach Minuspunkten) hinter Landesliga-Tabellenführer Spvgg Ilvesheim. Und dieser schlägt nun in Reilingen auf. Sollte dem Favoriten ein Bein gestellt werden, wäre die HSG virtuell vorne. Meistertitel und Aufstieg liegen also durchaus noch im Bereich des Möglichen. mj/ako/tsg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel