Lokalsport

Handball Veränderungen im Trainerkreis bei der Drittliga-Reserve der HG / Fünf erfahrene Akteure noch im Aufgebot / Individualisierung hat für die Coachs Vorrang

Gespann Zipf und Lahme baut junges Team auf

Archivartikel

Die Aufgaben sind klar verteilt: Julian Zipf wird die Handball-Badenligamannschaft der HG Oftersheim/Schwetzingen von der Seitenlinie aus betreuen und Christoph Lahme soll auf dem Feld den Ton angeben. Gemeinsam bildet das Duo das neue Trainergespann der Drittliga-Reserve.

Zipf (kleines Bild) sagt: „Es geht vordergründig um die technische, taktische und athletische Entwicklung der Mannschaft, dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der individuellen Entwicklung der jungen Spieler. Ihnen soll der Übergang zur ersten Mannschaft erleichtert werden. Wir haben die Corona-Pause genutzt, um den Status quo zu ermitteln.“ Bedeutet: Zipf, der die Nachfolge von Frederik Fehrenbach antritt, und A-Jugendtrainer Lahme haben sich darüber ausgetauscht, was ein Perspektivspieler athletisch und handballerisch mitbringen muss, um zu bestehen. „Darauf aufbauend können wir die Spieler des Perspektivteams gezielt entwickeln“, erklärt Zipf. Hilfreich ist dabei sicherlich auch die Tatsache, dass er sich derzeit bei einem Praktikum beim Deutschen Handball-bund mit vielen etablierten Trainern austauscht: „Das Athletikkonzept und die Rahmentrainingskonzeption des Verbandes dienen als Grundlage.“

Das Gesicht der Truppe wird sich verändern. Mit Alexander Lemke, Thorsten Micke, Lahme und mit Abstrichen Christian Fendrich, der etwas kürzertreten wird, sowie Frederik Fauerbach stehen fünf erfahrenere Spieler im Aufgebot.

„Die meisten anderen Jungs“, berichtet Zipf, „werden im Aktivenbereich zum ersten Mal ein ganzes Jahr spielen. Meine Aufgabe ist es, Lösungen für den Seniorenbereich zu finden. Es geht darum, Cleverness und körperliche Robustheit zu entwickeln. Wir müssen technisch, taktisch und athletisch auf der Höhe sein.“ Lahme ergänzt: „Wir wollen versuchen, die jungen Spieler zu leiten und ihnen einen Input geben, damit sie lernen, mit der härteren Gangart im Seniorenbereich umzugehen.“

In der abgelaufenen Saison sprang Zipf, der seine aktive Laufbahn aufgrund einer Schulterverletzung beenden musste, bereits für Lahme in der Betreuung der Jugend ein. Die beiden kennen einander gut und wissen, wie sie miteinander umzugehen haben. „Unser Austausch ist sehr professionell“, bestätigt der spielende Co-Trainer, „wir ergänzen uns gut. Ich kenne die Spieler und Mannschaften der Badenliga in- und auswendig und wir beide haben Erfahrung in der 3. Liga gesammelt.“

Mit Konzepten geht’s voran

Die Entwicklung der Spieler ist die eine Sache, es geht natürlich aber auch um Punkte, unterstreicht Zipf: „Ich bin der felsenfesten Meinung, dass gute Ergebnisse mit einer individuellen Entwicklung einhergehen können. Wer individuell gut ausbildet ist, wird die Früchte auch in der Teamleistung ernten können. Im Sinne der Spielerausbildung hat diese Individualisierung Vorrang vor einem Matchplan oder einer Trainingswoche, die ausschließlich auf den Sieg ausgerichtet ist. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir kommende Runde als vermutlich jüngstes Team der Liga Freude an dieser Mannschaft und ihrer Spielweise haben werden.“

Unter Berücksichtigung der Corona-Verordnungen ergibt sich ein doppelschichtiger Plan, erklärt Lahme: „Wir haben uns schon zum ersten Mal getroffen und die Vorbereitung der Vorbereitung eingeläutet. Wir wollen Gas geben, denken im Moment aber nur in drei- bis vierwöchigen Abschnitten.“ Das ambitionierte Trainergespann sprüht vor Tatendrang, das ist deutlich zu spüren. Es lässt sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen und scheint das Konzept so gut durchdacht zu haben, dass letztendlich auch die 1. Mannschaft in der 3. Liga mittelfristig davon profitieren könnte.

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