Lokalsport

Sportkegeln Beim Finalturnier um den DCU-Pokal haben Frei Holz und die Frauen der SG BW/GH hohe Ziele

Gibt es in Plankstadt am Ende ein doppeltes Double?

In der glorreichen Geschichte von Frei Holz Plankstadt mit deutschen Meisterschaften sowie Welt- und Europapokalsiegen fehlt ein einziger Titel: Der deutsche Pokalsieg. Zu den Glanzzeiten in den 90er Jahren gab es teilweise keinen Pokalwettbewerb, in jüngster Zeit war dieses Ziel unerreichbar. Doch das könnte sich am Wochenende ändern. Plankstadt ist nicht nur Ausrichter des Final Four im DCU-Pokal, sondern Frei Holz geht auch als Mitfavorit ins Rennen. Titelverteidiger Rot-Weiß Sandhausen und Meister VKC Eppelheim sind bereits ausgeschieden, aus der Bundesliga sind nur noch Olympia Mörfelden und Aufsteiger KSV Kuhardt dabei. FH-Vorsitzender Thorsten Vörg warnt dennoch. „Ich spreche keinem der acht Halbfinalisten die Qualität ab, weiterzukommen“, meinte Vörg. Beim Spiel mit Viererteams und über 100 Wurf ist vieles möglich, auch vermeintlich schwächere Teams haben ihre Chance. „Im Pokal bleibt ein Restrisiko“, meinte er, dennoch weist er eine Mitfavoritenrolle nicht von sich. „Die müssen wir annehmen, und der stellen wir uns auch“, so Vörg. Die Mannschaft hat in der dritten Runde bewiesen, dass sie gut in Form ist, der Heimvorteil kommt noch hinzu. „Wir haben fünf, sechs Leute, die parat stehen“, wollte Vörg die Aufstellung nicht verraten. Gut möglich, dass jemand im Halbfinale zum Einsatz kommt, während im möglichen Finale ein anderer spielt. Nach der Modernisierung der Mehrzweckhalle ist die Vorfreude beim KV Plankstadt auf die erste Veranstaltung nach der „optischen Auffrischung“ (Vörg) groß.

Wenn die Männer von Frei Holz den Pokalsieg holen sollten, dann ist ein doppeltes Double möglich. Zum ersten Mal könnten zwei Klubs aus einem Verein Pokalsieger werden, und die Frauen können das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg schaffen. Soweit denkt das Team um Yvonne Schränkler aber noch nicht. Zwar sind die überragenden Heimleistungen der Plankstädterinnen hinlänglich bekannt, doch „wir sind auch nur Menschen und beherrschen nicht alle Bahnen perfekt“, so Schränkler. Im Gegensatz zur Bundesliga wird über alle acht Bahnen gespielt. Sie schätzt Titelverteidiger Frisch Auf Leimen, Obernburg, Eppelheim und Heidelberg als härteste Konkurrenten ein. Die Tagesform ist für sie entscheidend. „Wir denken noch nicht an den Sieg, erstmal nur ins Finale einziehen, das ist das erste Ziel“, meinte Schränkler. Das ganze Team freut sich auf das Halbfinale am Samstag. Dann gehen abwechselnd acht Starter bei den Männern und acht bei den Frauen an den Start. Die besten vier Teams der Männer und Frauen ziehen ins eigentliche „Final Four“ am Sonntag ein. Dann beginnen je zwei Starterinnen bei den Frauen, gefolgt von zwei Männern aller vier Teams, dann wieder zwei Frauen und zum Schluss zwei Männer pro Team. Die Pokalsieger sollen gegen 15 Uhr gekürt sein. mra

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