Lokalsport

Handball A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen schafft in Kleinbottwar den Sprung in die Nachwuchs-Bundesliga

Gratulant Peter Knapp: Das ist so wichtig für uns

„Da simmer dabei, dat is prima“ – Julian Zipf, Handball-Trainer der A-Jugendlichen der HG Oftersheim/Schwetzingen hatte den Gassenhauer „Viva Colonia“ der Höhner auf seinem Smartphone gefunden und brachte ihn im Laufe des Abends unzählige Male zu Gehör. Mit Recht: Denn die von ihm und seinem Kollegen Thomas Herr gecoachten Spieler haben im zweiten Anlauf beim Turnier in Kleinbottwar den Sprung in die Jugend-Bundesliga Handball (JBLH) geschafft. Nach Friesenheim, Rimpar und Bietigheim musste dagegen nun auch Balingen/Weilstetten die Segel streichen.

Die Schwaben wurden in einem zähen Ringen mit 21:20 (11:9) von den Kurpfälzern niedergerungen. Ebenso knapp mit 16:17 unterlagen sie dem TuS Schutterwald und waren damit ausgeschieden. Die Auseinandersetzung mit den Südbadenern um Trainer Martin Heuberger wurde also zum wahren Endspiel. Dieses entschied die HG mit 18:13 (10:4) für sich. In der parallel ausgetragenen Gruppe sicherte sich der VfL Günzburg mit einem 16:14 über HR Bottwar und einem 29:18 gegen die SG Köndringen/Teningen das JBLH-Startrecht. Die SG K/T und Gastgeber Bottwar trennten sich 19:20. Die HR sicherte sich mit 22:20 gegen Schutterwald auch den Nachrückerplatz.

Derweil kam die HG gegen HBW Balingen/Weilstetten nur schwer ins Spiel. Ohne Unterlass forderte Zipf seine Jungs auf, „übernehmt Verantwortung für den Ball“. Denn viele Fehler wurden nicht verziehen. Doch Torwart Frederik Fauerbach vollbrachte umjubelte Heldentaten, zumal Oftersheim/Schwetzingen den Ausfall von Rechtsaußen Sebastina Brand wegstecken musste. Der jüngere Felix Kruse war nun gefordert, der bekannte, ein gewisse Nervosität verspürt zu haben, seine Sache aber gut machte.

Spannung bis zum Schluss

Es kam zum Showdown in der letzten Minute. Blitzschnell war ein letzter Anwurf ausgeführt und es war Steven Beck, der Kreisläufer Jan Zecevic bediente, der dem HBW-Keeper keine Chance ließ.

Ganz anders entwickelte sich die Schutterwald-Partie. Die HG war bis zum 10:3 (17.) gestürmt. Bei Timeout (19.) wurde allerdings zur Nachhaltigkeit ermahnt. Schutterwald hatte zwischenzeitlich Lunte gerochen, ehe Jonas Hideg und Beck vor-, dann Julian Hörner und Lukas Zacharias nachlegten (16:11/35.) – der kollektive Jubelsturm war nicht mehr fern.

HG-Vorsitzender Peter Knapp kam zu den Feierlichkeiten: „Glückwunsch Männer, das ist so wichtig für uns. Ich bin richtig stolz auf euch.“

HG: Fauerbach, Steinbach; J. Hörner (12/5), Zacharias (4), Hideg (1), Zecevic (9), Schiller (1), Seidenfuß, Beck (7/1), Zemella, Folz, Brand (3), Kruse, B. Hörner. mj

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