Lokalsport

Fußball-Verbandsliga 0:3-Niederlage gegen VfB Eppingen / In den ersten 60 Minuten Chancen vertan / Kapitän kritisiert Defensivspiel

Hängende Köpfe beim SV 98

Archivartikel

In den ersten 60 Minuten deutete nichts daraufhin, dass Fußball-Verbandsligist SV 98 Schwetzingen gegen VfB Eppingen die zweite Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen muss. Bis dahin war der Gastgeber nämlich gut im Spiel. Doch dann kam alles anders und am Ende stand es 3:0 (0:0) für Eppingen.

SV-98-Trainer Michael Köpper vertraute auf dieselbe Mannschaftsaufstellung, die gegen Bruchsal unerwartet einen Punkt eingefahren hatte. Nur Aron Späth fiel krankheitsbedingt aus und wurde durch Malek Örum ersetzt. Doch die defensive Grundeinstellung schmeckte nicht jedem und so tat SV-98-Mannschaftskapitän Sören Ruder seinem Unmut kund: "Wir haben Angsthasenfußball gespielt, das hat mich geärgert. Mit einer offensiveren Ausrichtung hätten wir sicherlich mehr erreichen können." Diese Meinung wollte der Schwetzinger Trainer so nicht gelten lassen und sah den eigentlichen Knackpunkt in den vielen ungenauen Abspielen bei Ballbesitz seiner Mannschaft. Dadurch kam kein richtiger Spielaufbau zustande. Aus dem Spiel heraus hatte der Gast wenig zu bieten, und so musste ein Freistoß von Alexander Rudenko her, den der gut aufgelegte Schwetzinger Keeper Behruz Yaramadi entschärfte (23.)

"Jeder irrt rum"

Ein vielversprechender Angriff über Rechts fand in Jonas Can seinen Adressaten, doch statt die Kugel direkt zu platzieren, wählte der quirlige Schwetzinger Sechser den Umweg und ließ die gute Chance verstreichen (30.). Die bis dahin größte Einschussmöglichkeit für den SV 98, hatte Nils Makan auf dem Fuß, doch sein sehenswerter Heber wurde von Cristiano Alves Vieira von der Linie gekratzt (59.)

"Wenn der Ball reingeht, verläuft das Spiel ganz anders", meinte Köpper, der dann drei Minuten später mit ansehen musste, wie seine Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte und Kevin Haas Nutznießer zum Führungstreffer für die Eppinger war. "Jetzt kommen die einmal vor unser Tor und schon klingelt es", ereiferte sich Köpper über den Klops in seiner Hintermannschaft. Auch SV-98-Co-Trainer konnte sich die Bemerkung nicht ersparen: "Wenn wir ein Tor bekommen, geht es zu, wie im wilden Westen: Jeder irrt herum und lässt den Kopf hängen."

Es sollte noch schlimmer kommen für die Spargelstädter. Als Alessandro Scalia im Strafraum der Ball an die Hand sprang, zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Lulian Gherman verwandelte sicher zum 2:0 (68.). "Wenn du ständig einem Rückstand hinterherlaufen musst, dann ist es auch frustrierend und die Beine werden immer schwerer", monierte Ruder. Schwetzingen hatte zwar in der Folgezeit durch Patrick Hocker (70.) und Fabian Feigenbutz und (75.) Chancen zum Anschlusstreffer, doch ein Tor wollte den Platzherren nicht gelingen.

Enttäuschung bei Platzherren

Wie man effizient seine Torchancen nutzt, demonstrierte der beste Mann auf dem Platz, Alexander Rudenko, der in der letzten Minute den Treffer zum 3:0-Endstand markierte. "Wir haben es in den ersten 60 Minuten versäumt, unsere Torchancen zu verwerten. Nach dem Doppelschlag der Eppinger knickte unsere Mannschaft ein und der Gegner hatte dann leichtes Spiel, den Sieg nach Hause zu fahren", erklärte SV-98-Trainer Michael Köpper sichtlich enttäuscht nach dem Abpfiff.

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