Lokalsport

Corona Trainer Fuladdjusch hätte später begonnen

„Halte das für nicht sinnvoll“

Archivartikel

Hätte Adrian Fuladdjusch alleine entscheiden dürfen, wann der erste Spieltag der Frauenhandball-Bundesliga steigen sollte, dann würde die Saison nicht schon am Wochenende beginnen. Der Trainer der Kurpfalz-Bären hat sich bei der Abstimmung der Clubs aus dem Oberhaus für einen späteren Zeitpunkt eingesetzt und das liegt nicht daran, dass die Bären eine relativ kurze Vorbereitungszeit hatten. Viel mehr liegt es an den Unwägbarkeiten, die durch das Corona-Virus hervorgerufen werden könnten und der spontanen Umsetzung des Hygienekonzepts.

Die Bären wurden am Dienstagabend vor der Einheit getestet. Tags darauf wurden die Proben abgeschickt. Für Fuladdjusch ist diese Vorgehensweise nicht der richtige Weg. Er sagt: „Ich halte das für nicht sinnvoll. Wenn der Test positiv ist, dann trainiert die Mannschaft dienstags noch gemeinsam und auch in den darauffolgenden Tagen befinden sich die Spielerinnen in ihrem Arbeitsumfeld, im Familienkreis oder eben wieder bei der Mannschaft.“

Nicht optimal gelaufen

Dabei könnten sie viele Mitspielerinnen anstecken oder sich vor dem Spiel selbst infizieren, denn das Ergebnis des Tests liegt erst freitags vor. Sind alle Tests negativ, darf die Partie angepfiffen werden. Das Problem aus Fuladdjuschs Sicht ist, dass das Konzept innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden musste. „Das ist alles nicht optimal gelaufen“, richtet der Cheftrainer seine Worte an den Verband.

Die Pool-Testung kostet den Verein vor jedem Spieltag 250 Euro. Allerdings fallen bei einer auffälligen Probe weitere 55 Euro an, da anschließend ein weiterer Abstrich gemacht werden muss. Für Fuladdjusch glaubt: „Die Saison wird zu Ende gespielt werden, aber ich bin davon überzeugt, dass wir viele Spielverschiebungen erleben werden.“ mjw

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