Lokalsport

Handball-Badenliga HG II verliert gegen den Vorletzten

Heftiger Rückschlag

Im Bemühen, dem Abstiegskampf in der Handball-Badenliga zu entfliehen, musste die HG Oftersheim/Schwetzingen II gegen den Vorletzten SG Leutershausen II einen schweren Rückschlag einstecken. In einem engen Spiel vergab das Heimteam in der Schlussphase beste Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden und unterlag bittererweise mit 32:33 (18:20).

Es war nicht gerade die Wunsch- und Traumformation, die Trainer Frederik Fehrenbach ins Rennen geschickt hatte, aber irgendwie bekommt er immer 13 oder 14 Akteure zusammen, die sich jedem Kampf stellen. So war auch dieses Mal der Berichtsbogen voll beschrieben, aber nicht alle Positionen waren besetzt. So fehlte ein gelernter Halbrechter, da Leon Haase immer noch an einer Fußverletzung aus dem St.- Leon/Reilingen-Spiel laboriert.

Trotzdem ging es mit geballter A-Jugend-Power in das Match, ständig standen mindestens drei oder vier Nachwuchshandballer auf dem Parkett der Nordstadthalle und behaupteten sich zunächst gut (10:11). Einen ersten Einbruch (11:15) bügelten Lucas Gartner, Yannik Polifka und Marius Meyer wieder aus, ebenso wie den nächsten (16:20), der sich kurz vor der Pause eingestellt hatte. „Aber 20 Gegentore in einer Halbzeit sind einfach zu viel“, beschwerte sich Fehrenbach. Die SGL punktete mit ihrem enormen Tempospiel aus erster, zweiter Welle, schneller Mitte und Tempogegenstoß. Trotz Mahnung war die HG-Deckung meistens da noch nicht richtig sortiert. So fielen in den ersten nicht einmal drei Minuten in einem offenen Schlagabtausch bereits sieben Treffer (4:3).

In Unterzahl gut geschlagen

Dass sich das Heimteam in Unterzahl zu behaupten wusste, hatte es schon öfter unter Beweis gestellt. So auch nach dem Seitenwechsel: Steven Beck markierte im Vier-gegen-sechs zum Beispiel das 20:21 (später auch bei doppelter Hinausstellung das 27:26), in einfacher Unterzahl erhöhte Gartner auf Zuspiele von Beck zum 23:22 (38.). Es war bereits die dritte Zeitstrafe nach Wiederanpfiff, es sollten noch vier weitere folgen, während die Gäste nur einmal dezimiert wurden.

Trotzdem erkämpfte sich die HG immer wieder den Ball, scheiterte aber nach dem 30:30 dreifach bei Kontern, vergab auch danach noch aussichtsreiche Möglichkeiten. Aus einem Freiwurf heraus setzte die SGL dann vier Sekunden vor Ultimo vom Kreis durch Peter Mohr den finalen Nadelstich. „Wir haben in der letzten Viertelstunde einfach nicht die entscheidenden Tore erzielt, um uns abzusetzen“, haderte Fehrenbach und wollte gar nicht auf das Ungleichwicht der Kräfte als Ausrede hinweisen.

HG: Hoppe, Fauerbach; Schleidweiler (1), Micke (5), Clarius (5), Gartner (10/3), Lemke, Meyer (2), Polifka (2), Thüre (3), Lahme (1), S. Beck (3). mj

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