Lokalsport

3. Handball-Liga Oftersheim/Schwetzingen als einzige Mannschaft unter den ersten Zehn mit einer negativen Trefferbilanz / Schon elf Punkte in fremden Hallen

HG auswärts erfolgreicher als zu Hause

Während der kurzen Winterpause bietet es sich auch in der 3. Handball-Liga an, mal ein bisschen die Statistiken und Zahlenwerke zu durchforsten und zu bemühen. Positiver Aspekt dabei ist, dass der Spielplan relativ gut durchgezogen wurde und die Hinserie komplett beendet ist. Herausrechnen sollte man nur ein vorgezogenes Spiel, die Partie zwischen dem TSV Neuhausen auf den Fildern und den Rhein-Neckar-Löwen II, die 35:25 für den Gast endete. Am Wochenende geht es mit dem nächsten Spieltag weiter, der die HG Oftersheim/Schwetzingen zu HBW Balingen/Weilstetten II führt.

Beim Betrachten der Vorrundentabelle fällt ein Team sofort ins Auge, nämlich die Mannschaft der HG Oftersheim/Schwetzingen. Nicht, weil sie einen hervorragenden fünften Rang dabei belegt – punktgleich mit der TGS Pforzheim und Neuhausen/Filder – sondern weil sie unter den ersten zehn Tabellenpositionen als einzige Mannschaft mit einer negative Trefferbilanz dasteht. Ihre Siege fielen immer echt knapp aus. Nur in Hochdorf gab es einen 25:18-Erfolg, der dann beim TVH auch mit zum Trainerwechsel führte. Die Niederlagen hingegen waren meist kräftiger Natur.

Oft heißt es, um eigene Ziele zu realisieren, sei es vorrangig wichtig, die Heimspiele für sich zu entscheiden. Diese Drittligastaffel, in der von allen Seiten immer wieder die „Ausgewogenheit“ herbeizitiert wird, hat aber ein paar krasse Gegenbeispiele zur Hand. Zuhause absolut Spitze ist auf jeden Fall HBW Balingen-Weilstetten II. Das Team um den Ex-HG-Torwart Jonas Baumeister (morgen nächster Gastgeber von Oftersheim/Schwetzingen) hat noch keinen einzigen Zähler abgegeben.

Schlusslicht mit bester Abwehr

Das insgesamt achtplatzierte Haßloch kann dafür bislang allein auf die Ausbeute von zwei Siegen zurückblicken (4:10 Punkte). Nur Oppenweiler/Backnang und Hochdorf haben weniger aufzuweisen (je 3:11). Die HG ist in dieser Teilwertung nur Elfter (8:6). Dafür steht sie in der Auswärtsbilanz mit 11:5 Punkten gleich hinter Haßloch (13:3) fast ganz oben. Bei Balingen/Weilstetten indes blinkt die satte Null. Einen Zähler in der Fremde holte wenigsten Dansenberg, ging aber sonst leer aus.

Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob eine Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren gleichzeitig auch die beste Abwehr stellt. Oder umgekehrt, dass der stärkste Angriff wirklich nur in der Anzahl der erzielten Treffer zu messen ist. Dazu trägt mit Sicherheit auch die Spielweise der einzelnen Teams bei, beziehungsweise die Geschwindigkeit, mit der Angriffe abgeschlossen werden und andere taktische Maßnahmen.

Jedenfalls am wenigsten mussten die Torhüter beim TV Hochdorf hinter sich greifen (387 Mal) – und die Pfälzer stehen bekanntermaßen ganz am Tabellenende, trafen eben viel zu wenig (339). Vorletzter HC Oppenweiler/Backnang (406:439) kassierte indes die meisten Buden. Auch die Bilanz von Spitzenreiter Kornwestheim (466: 399) – ein Rückkehrer in die Drittklassigkeit – kann sich sehen lassen, weist ebenso gleichzeitig den höchsten Wert in der Tordifferenz (+ 67) aus. Drittletzter Dansenberg (378:435) hat dafür den größten Negativwert (- 57). Die HG steht mit 390:409 (- 19) irgendwo dazwischen.

Jungwirth bester Torjäger

Insgesamt gab es in den 120 Vorrundenbegegnungen bei elf Punkteteilungen 67 Heimsiege und 42 der Gäste mit einem durchschnittlichen Ergebnis von etwa 28,3: 27,4. Bei den auffälligsten Partien ist immer TuS Dansenberg mit im Spiel. Höchster Heimsieg: HBW – TuS 34:21; Höchster Gastsieg: TuS – Horkheim 21:36; Torreichstes Spiel: Pfullingen – TuS 41:33.

Die Torschützenliste führt Kornwestheims Peter Jungwirth an (147/62). HG-Torjäger Daniel Hideg folgt nach absoluten Werten auf Rang 10. Er bestritt aber verletzungsbedingt nur zwölf Partien, Jungwirth hingegen fehlte nie (82/8). In der Anzahl der Feldtreffer liegt Hidegs Quote pro Begegnung mit 6,2 deutlich über der des Kornwestheimers (5,7). Nicht überraschend befindet sich hier Pforzheims Florian Taafel (111/12) ganz klar in Front (6,6).

Von 1025 verhängten Strafwürfen wurden 767 verwandelt. Diese waren mit 4,4 : 4,1 leicht zugunsten der Gastgeber verteilt. Zeitstrafen gab es in der Höhe von 1668 Minuten, fast 28 Stunden. 18 Mal mussten Akteure nach direkter Roter Karte vom Platz, zweimal davon mit Bericht. Als „unfairstes“ Team – nach einer gewissen, nicht unumstrittenen Punktewertung – gilt Dansenberg vor Neuhausen/Filder. Am anderen Ende der Skala bei den „braven“ Mannschaften rangiert Köndringen/Teningen ganz oben, gefolgt von HBW, Pforzheim und Oftersheim/Schwetzingen.

Info: Bilder aus der Hinrunde unter www.schwetzinger-zeitung.de

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