Lokalsport

3. Handball-Liga Oftersheim/Schwetzingen nach Balingen

HG-Gastgeber zu Hause ohne Punktverlust

Zum Rückrundenstart stehen gleich mehrere Nachbarschaftsduelle in vielerlei Hinsicht auf dem Spielplan der 3. Handball-Liga. Allen voran das zweite Derby innerhalb von wenigen Wochen zwischen VfL Pfullingen und TV Neuhausen/Erms. Aber auch die Spiele zwischen Haßloch und Horkheim sowie Oppenweiler/Backnang und Dansenberg bergen Brisanz, denn sie sind – wie VfL und TVN – auch in der Tabelle unmittelbar benachbart.

Nicht direkt benachbart, aber auch nicht allzu weit auseinander (drei Punkte) liegen die HG Oftersheim/Schwetzingen und ihr heutiger Gastgeber HBW Balingen-Weilstetten II (19.30 Uhr).

„Zu Hause unschlagbar, auswärts Punktelieferant“, so wurde der HBW, der im Vorjahr zur Halbzeit noch die Tabelle anführte, betitelt. Sollte es den Kurpfälzern als erste gelingen, den Schwaben um Ex-HG-Keeper Jonas Baumeister den einen Punktverlust beizufügen? Für Oftersheim/Schwetzingens Co-Trainer Mathias Polifka ist klar: „Dies wird eines unserer schwersten Auswärtsspiele, denn der HBW verfügt über eine sehr gut eingespielte Truppe.“

Junge Mannschaft voranbringen

Balingen-Weilstettens Coach André Doster blickte dafür unlängst auf den Saisonauftakt zurück: „Auswärts hat einige Male nicht viel gefehlt. Hätten wir etwa am ersten Spieltag bei Oftersheim/Schwetzingen nicht mit 23:24 verloren, wäre es vielleicht völlig anders gelaufen. Von Auswärtsschwäche möchte ich deshalb überhaupt nicht reden.“ Aber es ist diese Heimdominanz von 16:0 Zählern, die die Auswärtsausbeute von 0:14 mehr als egalisiert. Jodoch für Doster gilt (wie auch bei der HG), seine Jungs individuell weiter voranzubringen. „Unser übergeordnetes Ziel ist der Klassenerhalt. Das ist kein Understatement. Wir haben mit die jüngste Mannschaft in der Liga und damit ein angemessenes Ziel. Die meisten anderen Teams bestehen aus gestandenen Drittliga-Spielern und ein paar Quoten-Jungen.“

Bei Oftersheim/Schwetzingen trifft wohl beides zu. Etliche der Akteure sind in ihrer zweiten Drittliga-Saison schon gestandene Spieler dieser Klasse und gleichzeitig noch recht jung. Cheftrainer Holger Löhr bot sich diesmal ein ungewohnte Gelegenheit. Er durfte unter 18 Mitgliedern seines 19-köpfigen Kaders auswählen (einzig Adrian Fritsch fehlt noch), wer auf den Spielberichtsbogen kommen soll.

Ab letztem Wochenende hatte er jedem die Chance eingeräumt, sich für einen Platz zu empfehlen. Polifka räumt aber auch ein: „Wir müssen jetzt erstmal wieder unseren Rhythmus finden und schauen, dass wir diese Partie wie unsere erfolgreichen Spiele zuvor gestalten, um etwas Zählbares mitzubringen.“ Mehr wollte er sich noch nicht in Karten schauen lassen.

Beim Turnier in Birkenau landete Oftersheim/Schwetzingen seinen Pflichtsieg gegen Oberliga-Aufsteiger TSV Amicitia Viernheim, verlor in der Gruppenphase aber gegen die Ost-Staffel-Mitglieder TVG Großsachsen und SG Leutershausen. Viernheim bezwang diese beiden aber und spielte um Platz 3. mj

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