Lokalsport

Handball im Verband Oftersheim/Schwetzingen im Kellerduell gegen Hardheim / Chancen für HSG St. Leon/Reilingen in Wiesloch?

HG II muss und will endlich doppelt punkten

Die Lage in der Handball-Badenliga nach drei oder vier ausgetragenen Partien stellt sich etwas verworren dar. Die vermeintlichen Favoriten ließen erst reihenweise Federn, andere spielten sich zunächst in den Vordergrund, sind aber auch nicht unfehlbar, dafür triumphierten dann die Topkandidaten – nur die HG Oftersheim/Schwetzingen (ein Punkt) sowie der TV Hardheim (null) stehen am Tabellenende mit noch (fast) leeren Händen da.

So wird es für die HG langsam Zeit, endlich mal doppelt zu punkten, denn die beiden Letztplatzierten stehen sich im direkten Duell gegenüber. Der eine Zähler aus der Auftaktbegegnung gegen Birkenau (das mit Heddesheim die Tabelle anführt), ist nur dann etwas Wert, wenn jetzt nachgelegt wird. Doch um in diesem Vergleich die Oberhand zu behalten, muss sich einiges tun. „Bei 38 Fehlwürfen, davon bestimmt 15 komplett frei, ergibt sich der Grund der Niederlage gegen Leutershausen von selbst“, polterte Trainer Frederik Fehrenbach sich seinen Frust von der Leber.

Er findet allseits Gehör. „Wir müssen die Konzentration permanent hochhalten und vor allem endlich mal das Tor treffen“, pflichtet ihm sein „Co“ Christoph Lahme bei. Genauso sieht es Spielgestalter Alexander Lemke: „Die Chancen, die wir uns erarbeiten, müssen wir einfach nutzen.“ Differenzierter fügt Jan Gerbershagen, ebenfalls Mittelmann, an: „Wir sollten aus dem Rückraum mehr in die Tiefe gehen, dies muss besser werden, öfter eingesetzt werden. Denn dann waren wir immer gefährlich.“ Lahme hat daneben noch einen Tipp für die Deckung parat: „Es ist wichtig, Robin Steinbach auszuschalten, der ist gegen uns immer gut drauf, wirft gerne seine zehn Tore.“

Plankstadt vor Herausforderung

Für die erfolgsverwöhnte TSG Eintracht Plankstadt geht es zum TV Friedrichsfeld (Sonntag, 18 Uhr). Die Partie beim TVF – der sich äußerst heimstark zeigt, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass dort Harzverbot herrscht – ist für TSG-Eintracht-Coach Niels Eichhorn „eine ganz wichtige für uns. Wir treffen auf eine starke Mannschaft, die gerade in eigener Halle sehr schwer zu bespielen ist. Aber das ist ein Derby, und ich erwarte, dass wir den absoluten Willen an den Tag legen, das Spiel zu gewinnen. Wenn wir unsere Tugenden auf die Platte bringen, muss uns erst einmal jemand schlagen.“

Nach zwei klaren Niederlagen galt es für die HSG St.Leon/Reilingen, die nötigen Lehren zu ziehen, die vorhandenen Defizite aufzuarbeiten. Nicht einfach, mit dem Ausblick auf das Auswärtsspiel bei der TSG Wiesloch, ein Team, das sich nie aufgibt (Samstag, 19 Uhr). Sollten im Defensivbereich wieder Kompaktheit und Geschlossenheit im Vordergrund stehen, sind zwei Punkte durchaus keine Utopie.

Aussichtslose Mission?

Vor einer fast aussichtslosen Mission – jedenfalls nach den bisher gezeigten Leistungen der beiden beteiligten Mannschaften – steht der HSV Hockenheim am Sonntag, 16 Uhr, bei der TGS Pforzheim II. Der Drittliga-Unterbau zählt für Eppelheims Teamchef Walter Erb nach dem mit 26:31 verlorenen Heimspiel gegen die TGS zum absoluten Favoritenkreis der Verbandsliga.

Auch sein Sohn und Coach des TVE, Robin Erb, erkannte die Leistung der Gäste an und meinte, es hätte alles klappen müssen, um die Punkte zu behalten. „Zehn Freie und einen Siebenmeter zu vergeben, das können wir uns gegen diesen Gegner nicht leisten. An einem Sahnetag können wir die TGS schon schlagen, doch den hatten wir leider nicht.“ Auch sein Mittrainer Sebastian Dürr war beeindruckt: „Mit unserer Abwehr war ich lange Zeit zufrieden, zumal Felix Schäfer im Tor sehr gut gehalten hat. Nach dem Seitenwechsel hat uns dann allerdings immer mehr der Zugriff gefehlt und in der Schlussphase wurde es schließlich vogelwild, aber das war halt ein letzter Versuch.“

Florian Taafel, Torschützenkönig der Pforzheimer „Ersten“ und Trainer der TGS II, war sichtlich zufrieden: „Die jungen Spieler haben sich hervorragend entwickelt. Unser Ziel muss natürlich der Aufstieg sein.“ Ein klar getroffene Kampfansage gegenüber dem nächsten Gegner Hockenheim.

Einfacher, aber auch nicht zu einfach, dürfte da der für Eppelheim vorgezeichnete Weg zum TSV Handschuhsheim (Samstag, 17.30 Uhr) sein. mj/zg

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