Lokalsport

3. Handball-Liga Oftersheim/Schwetzingen hängt am Ende vor 850 Zuschauern den TVG Großsachsen mit 28:23 (12:11) ab

HG im Schlussspurt unerbittlich

Archivartikel

Über fast die gesamte Spielzeit knisterte die Derby-Spannung im vollbesetzten Handball-Tempel Nordstadthalle. Erst in den allerletzten Zeigerumdrehungen machten dann Torwart Benedikt Müller hinten und Daniel Hideg vorne klar, dass in diesem Drittliga-Derby zwischen der HG Oftersheim/Schwetzingen und dem TVG Großsachsen die Hausherren als Sieger vom Platz gehen werden. Niklas Krämer am Kreis – sauber bedient von Jerrit Jungmann – und mit einem Fernwurf ins fast leere Tor (praktisch durch den herbeieilenden TVG-Keeper hindurch) sorgte dann im Alleingang für den 28:23 (12:11)-Endstand und den fast nicht enden wollenden Jubel der HG-Anhänger.

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen schickte TVG-Trainer Sascha Pohl zunächst seinen etatmäßigen Kreisläufer Simon Reisig auf die Mittelposition, später übernahm Dymal Kernaja diesen Job, die Ansagen kamen aber vom Halbrechten Jan Triebskorn – der wie Kernaja und Kadel schon das HG-Trikot getragen hat. Beim Gastgeber begann Max Barthelmeß, später brachte der immer besser zurückfindende Jerrit Jungmann belebende Elemente ins Aufbauspiel der HG. Sein Coach Holger Löhr lobte: „Ich bin froh, dass Jerrit fast wieder der Alte ist, obwohl ich gerade im Derby da immer Sorgen habe.“

Gute Torhüter

Doch es zeichnete sich früh ab, dass diese Partie über weite Strecken nicht allzu torreich werden würde. Zu präsent waren die hart arbeitenden Defensivreihen, dazu die Torhüter bestens aufgelegt. Bis zur siebten Minute hatten sowohl Pascal Boudgoust (TVG) und Benedikt Müller nicht nur einige Bälle abgewehrt, sondern jeweils auch einen Siebenmeter gestochen. Dabei kam Oftersheim/Schwetzingen oft durch einfache Kreuzungen zum Wurf, Großsachsen suchte häufig durch gelungene Anspiele von Triebskorn den Weg zu Kreisläufer Philipp Ulrich, Muster die fast bis zum Ende andauerten.

„Die Torwart-Leistung ist immer ein wichtiger Quotient in so einem Spiel, siehe Alexander Hübe letzte Woche in Leutershausen. Das macht immer etwas aus, heute war es halt Benne für uns“, hob Löhr den allgemeinen Stellenwert der Schlussmänner hervor. Müller war es dann auch, der mit einigen Paraden für einen ersten „größeren“ Vorsprung beim 20:17 mit gesorgt hatte (46.) und dann auch in der Schlussphase seinen Kasten förmlich mit Brettern vernagelt hatte, zum Beispiel als er einen Gewaltwurf von Triebskorn abwehrte. Kein Wunder, dass ihn dann das Publikum mit überwältigender Mehrheit beim Online-Voting in Zusammenarbeit mut unserer Zeitung zum Spieler des Tages kürte. Von 65 Prozent Zustimmung können Politiker zurzeit nur träumen.

Damit sind die Vergleiche in der Kurpfälzer Nahdistanz vorerst vorüber. Nußloch hat sich übrigens in einer von allen Seiten als hochklassige bezeichneten Partie hauchdünn mit 30:29 in Leutershausen durchgesetzt. Für die HG geht es nun erst mal nach Leipzig, Derbyzeit herrscht erst wieder, wenn im Januar die SG Nußloch nach Schwetzingen kommt.

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