Lokalsport

3. Handball-Liga Oftersheim/Schwetzingen reist nach Leipzig / 750 Euro Spende für gelähmten Jannis

HG ist als Außenseiter nicht in Schenklaune

Der Handball-Drittligist HG Oftersheim/Schwetzingen ist bei der zweiten Mannschaft des Leipziger SC DHfK zu Gast (Samstag, 18 Uhr). Dabei steht diese Abkürzung für „Sportclub Deutsche Hochschule für Körperkultur“. Der SC gilt als weltweit erfolgreichster Sportverein überhaupt. Die ehemalige Hochschule (wurde 1990 geschlossen) war als Zentrale und Hochburg des staatlich betriebenen Zwangsdopingsystems der DDR bekannt. Das ist jedoch Geschichte. Die Kurpfälzer wollen in Leipzig ihre spielerische Stärke demonstrieren.

Ein Blick auf den Gegner: Der SC spielt in den eigenen Hallen (er hat vier verschiedene Spielorte) und auch auswärts bislang eine starke Saison und liegt einen Zähler vor der HG. Für die Gäste geht es also gegen den Mitkonkurrenten um eine bessere Mittelfeldplatzierungen – ein Sieg wäre da von Vorteil. Die Trainer des letzten Kurpfalz-Duells zwischen Oftersheim/Schwetzingen und Großsachsen, Holger Löhr und Stefan Pohl, hatten die derzeitige Tabellensituation aus ihrer Sicht auf einen Nenner gebracht: Es gäbe die „Big Five“ (die großen Fünf) dieser Klasse, ihre Teams gehörten definitiv nicht dazu, sondern zu dem breiten Mittelfeld, das bis zum vorletzten Platz reicht.

„Wir werden in Leipzig eine sehr starke, gut ausgebildete Mannschaft vorfinden“, ist sich Löhr sicher. „Sie spielt im Rückraum und mit dem Kreis ein klares Konzept. Da bin ich sehr beeindruckt und sehe uns noch nicht auf diesem Level. Wir sind also nicht der Favorit, schon gar nicht mit unserer verletzungsgebeutelten Formation. Aber wir werden natürlich das Spiel nicht von vornherein verschenken.“ Hinter Tom Jansen, der eine Knöchelverletzung erlitt, steht derzeit noch ein Fragezeichen.

Bei der Spendensammlung beim zurückliegenden Heimspiel der HG gegen Großsachsen ist einiges zusammengekommen. HG-Vorstandsmitglied Michael Zipf berichtet: „Die Handball-Familie hat wieder gezeigt, dass sie zusammenhält. Wir bedanken uns bei allen, die durch ihre Spende dazu beigetragen haben, dass wir dem querschnittsgelähmten B-Jugendlichen Jannis Pagels der HSG Konstanz und seinen Eltern auf ihrem schwierigen Weg mit 750 Euro ein kleines bisschen zur Seite stehen können.“ Der Unfall des HSG-Spielers im Sommerurlaub hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt und viele andere Handball-Teams sammelten ebenfalls fleißig. Zipf: „Wir bedanken uns bei Fans und Zuschauern, die durch ihre Spende dazu beigetragen haben, dass wir Jannis und seinen Eltern auf ihrem schwierigen Weg ein wenig zur Seite stehen können.“ mj

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