Lokalsport

Jugend-Bundesliga Handball Mit Heimsieg aus Vorrunde?

Hintertürchenoffenhalten

Archivartikel

Das Thema Bundesliga-Meisterrunde ist bei den Jugend-Handballern der HG Oftersheim/Schwetzingen zwangsweise zu den Akten gelegt. Trotzdem will das Team die Hinrunde mit einem Sieg gegen die JSG Balingen/Weilstetten beenden. Dann werden alle Punkte gelöscht, die Karten für den weiteren Saisonverlauf neu gemischt.

Die JSG vom Fuß der Zollernalb geht allerdings als derzeitiger Zweiter der Südstaffel als klarer Favorit in diesen Vergleich. Doch genau gegen diese Mannschaft, noch dazu auf ihrem eigenen Terrain, hatte die HG im Frühsommer die Qualifikation zur Teilnahme an der Bundesligarunde besiegelt, Balingen/Weilstetten in die Verlängerung gezwungen. Aber ihr Coach Christoph Lahme weiß auch, dass sich das Gesicht des Gegners seitdem ein wenig gewandelt hat. Im Vergleich zum damaligen Ausscheidungsturnier sind einige neue Spieler hinzugekommen.

Doch für ihn steht ohnehin die weitere Fortentwicklung seiner Jungs im Fokus der Trainingsarbeit. Und zudem soll sich seine Truppe vor heimischem Publikum von ihrer besten Seite zeigen. Die Patzer der verlorenen Partie beim TV Bittenfeld wurden analysiert, eine Neuauflage soll vermieden werden. Dieses Spiel hatte übrigens einen weiteren Gewinner. Auf der Rückfahrt von Östringen nach München verfolgte der Tross des TSV Allach den Verlauf dieser Begegnung. Als die Niederlage der HG feststand, war der Jubel im Mannschaftsbus groß, denn damit war trotz der ärgerlichen 33:34-Niederlage bei den Rhein-Neckar-Löwen zementiert, dass Neuling Allach sicher in der Meisterrunde steht.

Träumen ist erlaubt

Und vielleicht darf mit noch größerer Verzögerung das Oftersheim/Schwetzinger Lager feiern. Unter der Voraussetzung eines eigenen Erfolges gibt es noch ein Hintertürchen zur Teilnahme an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Diese Pforte öffnet sich genau dann, wenn sich Pforzheim/Eutingen von Göppingen mit einem Remis trennt (Sonntag, 16 Uhr). Beide wären dann ausgeschieden und die HG mit von der Partie. Aber wie wahrscheinlich ist das schon?

So heißt es wohl eher weiterhin gegen Bittenfeld, Konstanz, Günzburg, Hochdorf und den Verlierer der Partie in Pforzheim anzutreten, statt auf Aufeinandertreffen mit Flensburg-Handewitt, Essen, Melsungen, Leipzig oder Magdeburg zu hoffen. Aber ein bisschen träumen muss ja auch erlaubt sein. mj

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