Lokalsport

Meinungssache Verhalten der Dortmunder Fans verstörend

Hopp hat das nicht verdient

Archivartikel

Landauf, landab ist die Empörung über die Entgleisung der Dortmunder Fans beim Fußball-Bundesligaspiel ihrer Borussia gegen die TSG Hoffenheim riesengroß. Hassgesänge und ein geschmackloses Fadenkreuz-Plakat, das dem Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp galt, führte zum Eklat und haben die rote Linie der Zumutbarkeit klar überschritten. Das findet auch Jens Gredel, bekennender Fußballanhänger aus Brühl, der mit seinem neunjähriger Sohn Lennard dem Spiel beiwohnte und sein Unverständnis kundtut.

„Ich habe mich geschämt und mich gleichzeitig gefragt, wie ich meinem Sohn das Verhalten der Dortmunder Anhänger erklären kann, die einen so integren Mann wie Herrn Hopp auf übelste Weise beschimpften. Mein Sohn hat die Fußballbegeisterung von mir geerbt, spielt in der E-Jugend beim SV 98 Schwetzingen und ist Fan sowohl von Hoffenheim als auch von Dortmund. Marco Reus ist sein Lieblingsspieler“, bekundet Gredel. „Ich frage mich, ob die Bekloppten überhaupt wissen, was Dietmar Hopp in unserer Region und darüber hinaus im Sport sowie im sozialen Bereich auf die Beine gestellt hat. Unter anderem die ,Alla hopp’-Spielplätze, die mein Sohn mit seinen Freunden gerne nutzt und deshalb weiß, dass er diese schöne Anlage der Großzügigkeit von Dietmar Hopp zu verdanken hat“, führt Gredel weiter aus.

„Spieler schämen sich bestimmt“

Da in Lennards Brust zwei Herzen in Bezug auf den Fußball schlagen, war er froh, dass sich beide Mannschaften die Punkte teilten. Und der Nachwuchskicker hat seine ganz eigene Meinung dazu: „Die Spieler können ja nichts dafür und schämen sich bestimmt auch für das Verhalten ihrer Fans. Was mir unerklärlich ist, wie solch ein großes Banner in das Stadion gelangen konnte?“ Auf diese Frage seines Sohnes hatte der Vater auch keine Antwort. lof

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