Lokalsport

Handball-Badenliga Bei 29:32 von St. Leon/Reilingen gegen Titelkandidaten Heidelsheim/Helmsheim fehlt am Ende etwas die Kraft

HSG bleibt lange Zeit auf Augenhöhe

Archivartikel

Beim Heimspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten der Handball-Badenliga SG Heidelsheim/Helmsheim bot das Team der HSG St. Leon/Reilingen den favorisierten Gästen lange Zeit Paroli, am Ende fehlte etwas die Kraft und Konzentration, um doch noch einen Punkt zu ergattern – so lautete der Endstand 29:32 (17:17).

Trainer Christopher Körner hatte die Gäste als eine sehr spielstarke, auch körperlich recht robuste Mannschaft charakterisiert, was sich im Verlauf der Begegnung als zutreffend erweisen sollte. Die SG H/H hatte in den ersten zwei Begegnungen eine sehr kompakte Defensive gestellt und nur 41 Gegentore kassiert. Mit ihrer aggressiven und sehr robusten 6:0-Abwehr und dem körperlich sehr stabilen Innenblock bildete sie ein recht imposantes Bollwerk. Dabei wurden die Grenzen des Erlaubten des Öfteren überschritten, was sich an den sieben Zeitstrafen für die Gäste widerspiegelte.

Dass man dieser athletisch starken Defensive durchaus beikommen kann, zeigte das HSG-Team über weite Strecken der Partie. Mit schnellen Ballpassagen, gelungenen Kreuzbewegungen und mit viel Überlegung vorgetragenen Angriffen fand man immer wieder Lücken in des Gegners Abwehr und nutzte auch überwiegend seine Chancen. Vor allem im ersten Durchgang spielten beide Teams auf Augenhöhe, wobei die HSG den Gästen das Leben sehr schwermachte. Nach anfänglicher Führung (8:4) ließ sich das HSG-Team auch durch einen zwischenzeitlichen Rückstand (13:16, 14:17) nicht aus dem Konzept bringen. St. Leon/Reilingen hielt nochmals dagegen, ließ seine spielerischen Qualitäten aufblitzen und egalisierte, auch mit einer nun wieder kompakten Abwehr, bis zur Pause das Ergebnis.

Technische Fehler häuften sich

Erst im zweiten Durchgang, als sich die technischen Fehler etwas häuften, gewannen die Gäste Oberwasser und spielten ihre ganze Cleverness aus. Trotzdem blieb der Hausherr lange Zeit in Schlagdistanz, legte alle kämpferischen Tugenden in die Waagschale und gefiel durch sein über lange Zeit sehr kontrolliertes Spiel.

Dass St. Leon/Reilingen dem Gegner einen leidenschaftlichen Fight boten, zeigte sich spätestens, als die Gäste beim 22:25 mit drei Toren Differenz in Front lagen und die HSG mit drei blitzsauberen Toren den 25:25 Ausgleich schaffte und drauf und dran war, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch das aufwendige Spiel hatte Kraft gekostet und die körperlich überlegenen Gäste legten nochmals einen Zahn zu. Die reifere Spielanlage machte sich nun bemerkbar und als die SG mit fünf Toren in Folge auf 30:25 vorlegte, war die Begegnung praktisch entschieden.

Körner meinte: „Es war mehr drin. Wir hatten aber heute zu viele technische Fehler, mehr als in den beiden Spielen zuvor zusammen. Unser Team scheiterte an den eigenen Unzulänglichkeiten. Wir haben aber gezeigt, dass wir gegen die großen Mannschaften mithalten können.“

HSG: Gabrys, Jacobs; J. Menger (2), Bujdos (2), Rausch, Fehringer, Schmitt (1), Scholl (8), Decker (7), Kleinlagel (3), Manke (3). Benetti (3), Antl, Winter. krau

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional